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SPD-Spitzenkandidat für BerlinSteffen Krach an Infostand bedroht

„Willst du eine Waffe am Kopf haben?“: Ein Mann hat den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach in Steglitz bedroht. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

dpa/taz | Nach einer Bedrohung des SPD-Politikers Steffen Krach hat der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts den Fall übernommen. Ermittelt wird gegen einen 61-jährigen Mann wegen Verdachts der Bedrohung und der Körperverletzung, wie ein Polizeisprecher sagte. Zum möglichen Motiv des Verdächtigen und zur Frage, ob dieser bereits polizeilich in Erscheinung trat, machte der Sprecher keine Angaben. Dies sei Gegenstand des laufenden Verfahrens.

Der SPD-Spitzenkandidat für die Berlinwahl im September und weitere Parteimitglieder hatten am Dienstagnachmittag in der als Einkaufsmeile bekannten Schlossstraße in Steglitz Flyer verteilt und mit Passanten gesprochen. Nach Angaben eines Sprechers pöbelte ihn ein Mann zunächst einige Zeit an, ging dann auf Krach zu und soll gesagt haben: „Willst du eine Waffe am Kopf haben?“ Als er in eine Tasche seiner Jacke gegriffen habe, sei ein Begleiter Krachs dazwischengegangen und habe den Mann im Zuge einer Auseinandersetzung zu Boden geworfen.

Infostände zum anstehenden Verkehrsentscheid

Eine Polizeistreife in der Nähe war schnell vor Ort und nahm den Mann vorläufig fest. Nach Feststellung seiner Identität kam er nach Polizeiangaben wieder auf freien Fuß. Einen gefährlichen Gegenstand hatte er nicht bei sich. Die Hintergründe sind unklar.

Der Staatsschutz ermittelt immer dann, wenn der Verdacht auf politisch motivierte Straftaten besteht. Laut Polizei wird auch geprüft, ob der Mann zuvor bereits andere Menschen verbal attackierte.

Krach erstattete noch am Ort des Geschehens Strafanzeige und setzte seinen Wahlkampf fort. Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet zwar erst am 20. September statt. Vor dem Hintergrund des derzeit laufenden Volksbegehrens „Berlin autofrei“ zeigen sich derzeit alle Parteien mit Infoständen auf Berlins Straßen.

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