Rückkehr des Autokinos wegen Corona: Sicher auf dem eigenen Sitz

Trotz Corona-Lockdown dürfen Autokinos ihren Betrieb fortführen. Den alten geht es seither prächtig, neue werden gegründet.

Autokino in Dortmund

19.04.2020, Dortmund: Autokino vor ehemaligem Hochofen Foto: dpa

Ein Revival wie eine Auferstehung. In einer seltsamen Zeit. Keine Isolierung ist so sicher und dabei ortsungebunden wie das Auto. Und Autokinos werben seit Jahrzehnten mit vergleichbar raren Argumenten: Jedem seinen Lautsprecher, individuell zu justieren; geeignet für alle und speziell Familien. Kinder können mitkommen, zetern oder schlafen. Kränkelnde Babys, die während der Polio-­Epidemie in Kalifornien zu Hause bleiben mussten, durften ins Auto, also auch ins Autokino. Öffentlich im privaten Raum, in den eigenen Mobilien, für Menschen jedweder Couleur: „sicher und hygienisch“.

Architektonisch ­weniger ambitioniert als Parkhäuser, stehen Autokinos für den ­American Way of Drive. Allerdings ­kamen sie nicht in den vertikalen Stätten des Immer-mehr auf die Welt, auch nicht beim ­Dinner in Hollywood. Sie liegen an den Rändern, noch vor den Vor­orten, fast an der Prärie, wo Cowboys und Indianern ihre Geschichte geskriptet wurde. Verklärt von Nostalgie (klingt das nicht wie eine Krankheit, eine ­ansteckende?), werden Autokinos von Cineasten immer schon beäugt wie der entfernte Verwandte oder Dorfdepp, den jeder meidet.

Im Gegensatz zu den Film­palästen der Metropolen war an Drive-in-Freilichtkinos zu viel zu vulgär. Das erste eröffnete 1933 im Sommer, fünfzehn Auto­minuten vom Zentrum Phi­la­del­phias entfernt. Heißt es. Wird ständig wiederholt. Dabei gab es zu Stummfilmzeiten in Mexiko und anderswo Vergleichbares. 1933 in New Jersey jedoch mit präzisierten Methoden (US-­Patent 1.909.537). Zu dem Erfinder, zur Größe der Leinwand, zum Projektor und mehr ist online viel zu lesen, selten fällt dagegen der schnöde Name seines Unternehmens: ­Automobile Movie ­Theatre. Also ganz ohne die Simulation humanistischer Bildung, ohne das Flair von Filmtempeln wie Apollo, ­Delphi, Odeon...

In Fahrt geriet das Autokino synchron zu großen Umwälzungen Ende der 1940er Jahre. Die private Mobilisierung kam aus der Talsohle, die alten Formeln Hollywoods griffen immer weniger, schon gar nicht für die heimkehrenden Soldaten. Statt die Fiktion eines gebildeten, weißen Publikums zu bestätigen, konsumierten und lebten Teenager und Millionen Haushalte inzwischen anders. ­Heroische Halbstarke genauso wie Nuklearfamilien in den sub­urbs wussten noch nicht, was sie tun, da staunten sie in den eigenen vier Wänden plus Garten beim Barbecue über die Isolation inmitten der uniformierten Vorstadthölle voller Gleichgesinnter. Krieg gewonnen, Existenz gesichert, aber weit und breit kein Exit. Hier griffen die Versprechen der Vorkriegsidee: „Gäste können mit ihren Automobilen in das Thea­ter gelangen und den Vorführungen beiwohnen, ohne den Wagen zu verlassen. Dank der geneigten Plattformen können auch die im Wagenfond befindlichen Personen den Vorgängen auf der Leinwand folgen“, berichtete ADAC Motorwelt bereits 1933 (das Verbot, über Entwicklungen anderer Nationen zu berichten, kam erst später, ebenso Frakturschrift).

Im Autokino kommt der Ton aus dem Autoradio. Die Bundesnetzagentur muss Autokinos erlauben, dass diese die Tonspur über eine UKW-Frequenz senden dürfen. Nach Angaben der Agentur boomen die Anträge auf die Zuteilung der Rundfunkfrequenzen wie nie zuvor. Seit Anfang März seien 43 Frequenzen zugeteilt worden, weitere knapp 80 Anträge würden derzeit noch bearbeitet.

Die Auflagen für die Kinos sind streng: Höchstens zwei Kinobesucher pro Auto sind erlaubt – es sei denn, es handelt sich um eine Familie oder eine Hausgemeinschaft. Das Auto darf nur für den Gang zur Toilette oder im Notfall verlassen werden. Den klassischen Getränke- und Essensservice wird es nicht geben.

Matthias Penzel: „Objekte im Rückspiegel sind oft näher, als man denkt: Die Auto-Biografie“. orange-press, 2011.

Vollbedienung bis zur Tür

Der Clou der neuen Kinos war ganz auf der Linie des „Gesamtkunstwerks der Effekte“ in Berliner Lichtspielhäusern der 1920er Jahre, wie sie Siegfried Kracauer in „Kult der Zerstreuung“ umkreiste. Für die Aufenthaltsorte vorm Vorort musste sich das Familienoberhaupt nicht nach der Arbeit umziehen, das Geld für Babysitter gab man an der Kasse ab, und die Kids tobten auf Spielplätzen, in Pools oder ritten auf echten Ponys (besser als Karussell!). Dazu Vollbedienung bis zur Tür, Scheibe runter, Lautsprecher drangehakt, später Radio auf gesonderter UKW-Frequenz, noch später mit Dolby, bald sicher Bluetooth. Und das mitten in der Natur, „Romantik vollmotorisiert“ (Spiegel, 1954). Im rollenden Automobil – my car is my castle – konnte man essen, rauchen, reden, stillen, noch mehr essen, Füße aufs Armaturenbrett... und wegnicken, ohne dass das Tuscheln in der nächsten Reihe das Schnarchen aus dem Takt brachte.

Keine Isolierung ist so sicher und dabei ortsungebunden wie das Auto

Für die Variante in der BRD – 1960 mit deutlich weniger Kfz besiedelt – wurde das Konzept angeglichen. Zusätzlich sollten Zweiradfahrer, selbst unmotorisierte, auf ihre Kosten kommen, Fußgänger zum halben Preis eines Pkw – für 1 DM. Original aber Kino mit Popcorn und Pommes, ungewöhnlich auch die „Rauchen erlaubt“-Hinweisschilder. Ketchup dazu oder Mayo?

Praktisch jedem Film­mogul in Hollywood war der Boom abseits des von Studios kon­trol­lier­ten Systems zuwider. Ihre Vertriebe gaben keine neuen Produktionen an die Drive-in-Betreiber. Der ­Vaudeville-Familienzirkus mit Double Features aus abgelutschten Schinken wurde systematisch diskreditiert, und zwar bereits 1947 mit einem Plot wie aus einem Filmtheater, ersonnen in der vorletzten Reihe: Das seien gar keine Kinos, sondern lizensierte petting places, ätzte Variety. Das Branchenblatt legte zwei Jahre später nach: „Negroes flock to the open air theatres.“ Das ließ sich in der Tat beobachten, selbst in den Südstaaten, wo die Rassentrennung an öffentlichen Orten noch strikt vorgeschrieben war. Familienväter mit oder ohne Blaumann, Frauen und Kinder reisten ungebremst wie in „Grease“ zu den passion pits nicht für den Film oder zum Petting, sondern um die Wäsche machen zu lassen, die fürs Auto separat... und um am Imbiss dann noch mit sogenannten colored people anzustehen. Horror, oh Horror.

Zwar war klar, the ­revolution will not be televised. Wie jedoch jüngst Prof. Gretchen ­Sorin dokumentierte, fand die Befreiung von Afroamerikanern nicht in Omnibussen statt, sondern mit Individualverkehr. „Das Auto formte den Gedanken eines demokratischen Menschseins“, heißt es in Sorins Buch „­Driving While Black“. „Es wurde zum Symbol amerikanischer Freiheit.

Ort der Emanzipation

Auch für Minderheiten in unseren Breiten, anhaltend: Besser als zu Hause ein Renoir oder ein Armstuhl von Starck de­mons­triert ein Pkw vor der Tür so­zia­len Aufstieg, Geschmack, Ästhetik (relativ, klar). Die Eigenart, selbstbestimmt Ort und Zeit zu überwinden, ging einher mit der Emanzipation. In den 1920er Jahren für die, die es sich leisten konnten, später selbst für Azubis, die frei entscheiden konnten, wann sie ein Rendezvous oder Konventionen im elterlichem Heim hinter sich ließen. Ohne Rücksicht auf Fahrpläne und Linien.

Großes Kino oder Revolution: Was, wenn die Frauen plötzlich ihren eigenen Kopf haben, die Schwarzen nicht mehr auf der Farm bleiben, wenn die einen wie die anderen vielleicht noch wählen gehen, studieren, so mobilisiert und wie auf Speed in Männerdomänen eindringen? Auch hier ist ein Paradox serienmäßig eingebaut: Man fühlt sich bei der autonomen Bewegung sicher, die Kinder abgeschirmt von öffentlichen Anfeindungen oder Grabschern, zumindest vorübergehend, im Verkehr, der hier Leben kosten kann, der aber nicht so kontrollierbar ist, wie es einen die Hersteller glauben lassen. Und dann noch zu einem Preis, den man nicht sieht.

Abspann: Der Boom der Autokinos zwang Filmvertriebe zum Umdenken, außerdem war nicht nur gesellschaftlich und auf Highways viel los, das Fernsehen schlich in die Wohnstuben, Exploitationfilme drängten in die aggressiver um Kunden ­buhlenden Kinos. Wer jung war und fummeln wollte, ging ins Kino. Wer ein Auto hatte, dem oder der passten die Drive-in-Regeln für sittsames Verhalten dagegen eher nicht: „Wenn ein Mann“, so ein Hinweis 1951 in Memphis, „seinen Arm um ein Mädchen legt, ist das in Ordnung. Aber wenn sie ihren Arm auch um ihn legt und es zu einer Umarmung kommt – das geht nicht.“

Wäre ja auch zu schön. Da sitzen Hinz und Kunz mit lauter Gleichgesinnten im Auto im Kino, zugleich von allen sozial distanziert wie auf dem Rang oder Balkon eines Theaters, total privat, vorne die Leinwand, dazu Root Beer, vielleicht im Kofferraum ein paar blinde Passagiere reingeschmuggelt, und jetzt soll man sich aufführen wie in der Kirche? Jeder für sich in einer sicheren Kapsel, inmitten von Tausenden.

Und dann noch Tarantino

In Deutschland, selbst im ehemaligen amerikanischen Sektor, blieb das Phänomen der suburbs immer marginal. In den USA rollte die Attraktion bereits aus, als bei Frankfurt das erste Autokino der BRD eröffnet wurde. Homevideo, Fernsehen, dann auch noch in Farbe, verkabelt, gaben vielen Autokinos den letzten Stoß.

Leben und Konsum änderten sich weiter, man besuchte dieselben Orte, die Parkplätze waren ähnlich, die Leinwand aber ersetzt durch eine Shoppingmall. Mit Multiplex, kleiner, die Sessel von tausend vorigen Besuchern eingesessen. Schon Ende der Sixties war der Drive hin, in Tarantinos letztem Streifen ist es zu sehen, als Brad Pitt zu seiner Bleibe kurvt, vorbei an der Rückseite einer Leinwand im Brachland, vor der nur Vereinzelte parken.

Beim „ersten“ Autokino, dem vor den Toren von Philadelphia, wurde lange vorher das Licht ausgeknipst. Sein Erfinder verkaufte nach drei Jahren. Beim Benennen von Autokinos hielt man sich an seine Formel.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte haben sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit soll der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie Anfang Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen: Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 5. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen sollen die Regeln gelockert werden: PatientInnen oder BewohnerInnen sollen wieder durch eine bestimmte Person besucht werden können.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport soll das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt sein. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga darf die Saison ab Mitte Mai mit Geisterspielen fortsetzen – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten. Was alles unter „Großveranstaltung“ fällt, wird noch geklärt.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios sollen die Ländern Lockerungen eigenständig verantworten.

■ Spielplätze sollen unter Auflagen wieder öffnen – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen werden wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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