Recherchen zu netzpolitik.org: BKA überprüft Journalisten
Das BKA hat offenbar Informationen über zwei Journalisten von „netzpolitik.org“ eingeholt. Das berichtet der Rechercheverbund aus NDR, WDR und SZ.
taz | Die Ermittlungen gegen das Blog netzpolitik.org wegen Landesverrats wurden eingestellt. Fragen aber bleiben. Laut Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung wurden die Finanzen der Blogbetreiber durchleuchtet.
Wie der Rechercheverbund berichtet, holte das Bundeskriminalamt Informationen bei der Rentenversicherung und der Meldebehörde über die Journalisten Markus Beckedahl und Andre Meister ein.
Von der Finanzdienstleistungsaufsicht des Bundes erhielten die Ermittler Ende Juni neun Seiten mit Informationen. Möglicherweise hofften die Ermittler so, auf einen Whistleblower zu stoßen, der den Journalisten Dokumenten des Bundesamts für Verfassungsschutz hatte zukommen lassen. Der Verdacht lief jedoch ins Leere.
Auch ein nun bekannt gewordener Aktenvermerk weckt Zweifel an der Darstellung Berlins, dem damaligen Generalbundesanwalt Harald Range sei nicht mit Entlassung gedroht worden, falls er ein in Auftrag gegebenes Gutachten nicht zurückziehe.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert