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Reality Show „Selling the OC“Auch Mak­le­r:in­nen haben Probleme

Immobilien-Shows auf Netflix sind trashige TV-Dramen. Und gerade deswegen die beste Ablenkung gegen den hiesigen Mietenwahnsinn.

Haben Sie auch Probleme, eine Wohnung zu finden, und verzweifeln am Mietmarkt deutscher Großstädte? Gute Tipps, wie man eine Wohnung findet, gibt es viele. Die meisten bringen nichts, hilfreich ist nur: Verdammt viel Geld haben oder eine Immobilienmakler_in daten. Wenn Sie beides nicht zur Hand haben, hilft nur Ablenkung. Zum Beispiel mit den Problemen der anderen.

Wussten Sie, wie schwer es ist, millionenschwere Villen an der Westküste der USA unter die Leute zu bringen? Die Makler_innen Alex, Gio und Brandi wissen es, denn sie versuchen in der ersten Staffel von „Selling the OC“ eine Villa mit 8 Zimmer und 15 Badezimmern für 106 Millionen US-Dollar in Laguna Beach – natürlich mit einer Treppe, die zu einem privaten Strand führt, und einem Schlafzimmer, in dem sich per Knopfdruck das Dach zur Seite schiebt – zu verkaufen. Es winkt eine Kommission von 3 Millionen Dollar.

Wer wissen möchte, ob es ihnen gelingt, muss 8 Episoden der Reality-Show angucken, in der die Arbeit des Immobilienbüros der Oppenheim Group in Orange County, Kalifornien, begleitet wird. Und ist dann wahrscheinlich längst Fan geworden.

mietenkampf

Die Mietenkrise ist existenziell. Wie ist es dazu gekommen? Warum drängen sich Studierende in Mehrbettzimmern, während Immobilien-Influencer Reichtum durch Mietrendite versprechen? Wie können sich Mietende wehren? Und was bedeutet der Erfolg von Deutsche Wohnen und Co. enteignen für die Berlin-Wahl am 20. September?

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Die Show wurde bislang nicht verlängert und befindet sich in einer nicht näher definierten Pause. Doch Sie müssen keine Langeweile fürchten, denn Netflix ist voll mit Immobilienpornos. Angefangen mit dem Klassiker „Selling Sunset“ aus Los Angeles, in dem nur Frauen miteinander um die besten Hausverkäufe konkurrieren. Aber auch die Show „L’Agence“, in der eine französische Familie millionenschwere Apartments in Paris verhökert, oder „Buying Beverly Hills“, wo die Kinder Umanskys um die Gunst ihres Vaters buhlen, sind unterhaltsam.

Egal ob in New York, Tampa oder Paris: Die vollkommen ungescripteten und zu hundert Prozent realen Shows laufen immer gleich ab. Die Luxusimmobilien mit Heimkino und Whirlpool werden zum Nebenschauplatz, eigentlich geht es um das Drama. Zum Frühstück gibt es Kaviar, zum Lunch Spray-Tan und zum Dinner einen stundenlangen Streit zwischen intriganten Makler_innen. Wer bekommt die besten Listings? Wer wird von seinem Mann betrogen? Und wieso hat die eine der anderen gesagt, dass wiederum eine ganz andere eine hinterhältige Bitch ist?

Zwischen Infinity-Pools und Tennisplätzen wird schnell klar: Hier gönnt niemand jemand anderem irgendwas. Also alles ganz wie auf dem Mietmarkt deutscher Großstädte.

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