Ost, West, migrantisiert : Geteilte Geschichten, vereinte Zukunft
Empfohlener externer Inhalt
In dieser Folge kommen die ostdeutsche Autorin und Wissenschaftlerin Katharina Warda und der West-Berliner Autor und Wissenschaftler Özgür Özvatan zu Wort.
Ein Gespräch über migrantisierte Erfahrungen in Ost und West: Darum geht es in der dritten Folge von „Mauerecho“ mit Dennis Chiponda im Gespräch mit der Autorin und Wissenschaftlerin Katharina Warda und dem Autor und Wissenschaftler Özgür Özvatan. Gemeinsamkeiten und Unterschieden werden beleuchtet.
Warda, aufgewachsen im ländlichen Sachsen-Anhalt, schildert rechte Gewalt als frühe Erfahrung. Özvatan, in einem migrantisch geprägten Arbeiterviertel West-Berlins, erlebte eine bürgerlich-migrantische Ambivalenz. Beide diskutieren, wie ihre Herkunft ihre Identität prägte.
Özvatan betont, wie selbstverständlich migrantische Geschichten zu Deutschland gehören, oft komplex und ambivalent. Seine Familiengeschichte – türkischstämmig aus Bulgarien, aufgewachsen in West-Berlin – bricht mit Klischees.
Die Bedeutung der kollektiven Erinnerung
Ein Schwerpunkt liegt auf der Sichtbarmachung migrantischer Perspektiven in der Erinnerungskultur. Wie kann Geschichte inklusiver erzählt werden? Das Gespräch erkundet die Ähnlichkeiten und Unterschiede migrantischer Erfahrungen in ländlichen und urbanen Räumen. Trotz unterschiedlicher Kontexte – Ost und West – eint viele das Gefühl der Nicht-Zugehörigkeit, die Suche nach Identität und der Kampf gegen Ausgrenzung. Die Gäste analysieren die Bedeutung kollektiver Erinnerung.
Abschließend betonen die Gesprächspartner die Notwendigkeit, ambivalente migrantische Erfahrungen anzuerkennen. Wie gelingt es, Vielfalt als Stärke zu leben und eine inklusive Gesellschaft zu gestalten?
„Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz Panter Stiftung und erscheint jede Woche sonntags auf taz.de und überall dort, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank gilt Ann Toma-Toader von der Redaktion und unserem Tonmeister in dieser Folge Norbert Gerhold.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert