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Neuerung bei Messenger-DienstWhatsapp erlaubt Namen

Nut­ze­r:in­nen des Dienstes sollen etwa in Gruppenchats nicht mehr ihre Telefonnummer preisgeben müssen. Die Pflicht zur Angabe bleibt aber.

dpa/taz | Nut­ze­r:in­nen des Messenger-Dienstes Whatsapp sollen ihre Handynummer gegenüber neuen Kontakten nicht mehr preisgeben müssen. Stattdessen führt der Dienst individuelle Benutzernamen ein, über die An­wen­de­r:in­nen miteinander in Verbindung treten können. Die weltweite Phase zur Reservierung der Wunschnamen startet laut der Meta-Tochter Whatsapp in dieser Woche. Genutzt werden kann die neue Funktion allerdings erst „später dieses Jahr“.

Bislang war die mit dem Whatsapp-Konto verknüpfte Handynummer für jeden Chatpartner sichtbar. Alice Newton-Rex, Vizepräsidentin für Produktentwicklung bei Whatsapp, bezeichnet die Neuerung als das „nächste große Datenschutz-Upgrade“ des Unternehmens.

Am Grundprinzip des Messengers ändert das aber nichts: Nut­ze­r:in­nen müssen bei der Registrierung immer noch ihre Telefonnummer angeben – und immer noch wird diese mit dem Adressbuch von anderen Nutzenden abgeglichen. Die angekündigte Änderung betrifft die Situation, wenn man mit neuen Menschen in Kontakt tritt. Wer einen neuen Kontakt knüpft, muss dann nicht mehr die eigene Telefonnummer weitergeben, um per Whatsapp zu chatten oder zu telefonieren, der selbst gewählte Name reicht aus. Um jemanden zu kontaktieren, muss man den exakten Nut­ze­r:in­nen­na­men der Person kennen.

Andere Messenger-Dienste bieten die Funktion, die eigene Telefonnummer zu verbergen, schon länger – etwa Signal. Bei Threema ist sogar eine Registrierung ohne Telefonnummer möglich, neue Kontakte fügt man etwa über das Scannen eines QR-Codes oder die Eingabe einer ID hinzu.

Whatsapp gehört zum Facebook-Konzern Meta und dominiert den Markt der Messenger-Dienste mit weltweit rund 3 Milliarden Nutzer:innen. Metas Geschäftsmodell beruht maßgeblich auf Werbung und damit verbunden dem Sammeln und Vermarkten von Daten der Nutzenden. Im Mai kündigte der Konzern zudem neue Bezahlmodelle für werbefreie Versionen von Instagram, Facebook und Whatsapp an.

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