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Neue Umfrage für BerlinLinke bleibt vorne, CDU holt auf

Linkspartei und CDU sind die Gewinnerinnen des neuen Berlin-Trends. Grüne, AfD und SPD verlieren. Vonovia-Studie: Mehrheit ist für Vergesellschaftung.

Kaum hat die CDU ihren Spitzenkandidaten ausgewechselt, legt die Partei wieder zu. Im jüngsten Berlin-Trend von Infratest Dimap im Auftrag des RBB würde die CDU auf 20 Prozent der Stimmen kommen, wenn an diesem Sonntag die Wahl zum Abgeordnetenhaus wäre. Bei der vorangegangenen Umfrage vom 1. Juli war die CDU mit 17 Prozent auf Platz vier abgefallen.

Auf Platz eins schafften es die Christdemokraten in der neuen Umfrage dennoch nicht. Den belegt die Linkspartei mit 22 Prozent. Das ist ein Plus von 2 Prozent gegenüber der Umfrage vom 1. Juli. Sollten sich diese Werte in den kommenden Umfragen bestätigen, stünde die Wahl am 20. September im Zeichen eines Wettrennens zwischen Linken und CDU um Platz eins.

Gar nicht gefallen dürfte der Berlin-Trend der Berliner SPD. Die stürzt weiter ab und läge mit nur noch 12 Prozent auf einem historischen Tiefstand. Auch die Grünen, zwischenzeitlich auf Platz zwei, verlieren 2 Prozentpunkte und liegen nun mit 17 Prozent auf Platz drei – vor der AfD, die ebenfalls 2 Prozentpunkte verliert und nur noch auf Platz vier kommt (16 Prozent).

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Für die CDU hat sich der Wechsel von Kai Wegner zu Stefan Evers als Spitzenkandidat demnach ausgezahlt. 77 Prozent der Befragten finden es richtig, dass Wegner nicht mehr für das Amt des Regierenden Bürgermeisters antritt.

Bringt Evers die Trendwende für die CDU?

Würde das Amt des Regierenden in einer Direktwahl vergeben, läge Evers mit 11 Prozent auf Platz 1, gefolgt von der Linken Frontfrau Elif Eralp mit 9 Prozent. SPD-Kandidat Steffen Krach käme auf 7 Prozent, die AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker auf 5 Prozent. Noch unbeliebter ist nur der Spitzenkandidat der Grünen, Werner Graf, der auf 3 Prozent käme.

Gefragt hat Infratest dimap auch, welche Partei künftig eine Senatskoalition anführen soll. Auch da liegt die Linke mit 23 Prozent vorne. 19 Prozent sprechen sich für die CDU aus, 16 Prozent für die AfD, 15 Prozent für die SPD und nur 13 Prozent für die Grünen.

„Die neueste Umfrage ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis von Gesprächen an zehntausenden Haustüren, an Infoständen, auf Marktplätzen, wo wir zugehört haben“, teilte Linken-Kandidatin Eralp in einer ersten Reaktion mit und verwies auch auf das Dauerthema Mieten. „Ich habe dabei gespürt, dass die Menschen merken: Hier nimmt jemand ihre Sorgen ernst, hier steht jemand an ihrer Seite, wenn die Miete wieder steigt und man sich sorgt, wie man bei den steigenden Preisen noch über die Runden kommen soll.“

Besonders brisant dabei könnte eine Studie sein, die Berlins größer privater Vermieter Vonovia in Auftrag gegeben hat und über die der Tagesspiegel am Freitag berichtet. Darin sprechen sich 56 Prozent der wahlberechtigten Berlinerinnen und Berliner dafür aus, dass Wohnungen großer privater Wohnungsunternehmen vergesellschaftet werden sollten.

Offenbar war Vonovia als Auftraggeber selbst vom Ergebnis überrascht und wollte die Studie in der Schublade verschwinden lassen. Nun wurde sie öffentlich – und dürfte den Wahlkampf weiter befeuern.

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