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Neue „The Witcher“-StaffelZu wenig Grunz und Brummel

Die Fantasy-Saga „The Witcher“ geht in die vierte und vorletzte Staffel. Taugt die Sache ohne Brummbär Henry Cavill noch zum schönen Schlummern?

Die Netflix Serie „The Witcher“ ist meine Spätestunterhaltung. Wenn ich aus irgendeinem, meist dummen Grund nicht schlafen will oder kann, wenn das Buch schon ein paar Mal aus den Händen gerutscht ist und alle Sherlock-Holmes-Hörspiele in der ARD-Mediathek durchgehört sind – dann ist Zeit für Abenteuer aus einer Welt, die ich eigentlich längst hinter mir gelassen habe:

Ein Fantasyuniversum mit Monstern, Elfen und viel Mittelaltertrash. Außerdem, ich gebe es zu, gibt es eine Figur, die mich tatsächlich sehr fasziniert. Das ist Yennefer, von Beginn an gespielt von Anya Chalotra.

Was bei der nun angelaufenen vierten Staffel der Saga um den Hexer Geralt von Riva allerdings für Aufregung sorgt, ist nicht das, was sich gleich bleibt, sondern was sich verändert hat. Geralt wird nämlich in dieser und in der abschließenden fünften Staffel nicht mehr von „Superman“ und Sherlock-Holmes-Darsteller Henry Cavill verkörpert.

Das ist zweifellos ein Riesenverlust. Denn Cavill gab dieser Rolle mit der Flokatifrisur eine brummelnde Glaubwürdigkeit, der gleichzukommen jedem Nachfolger schwer gefallen wäre: eine spezifische Männlichkeit zwischen Pflichtbewusstsein, Papitum und purer, brutaler Energie.

„The Witcher“

bei Netflix, 8 Folgen

Reichlich Hass

Der neue Geralt Liam Hemsworth ist dagegen nur ein kostümierter Bubi und bekommt von den Fans reichlich Hass ab. Vielleicht kann man auch einfach nicht gleichzeitig Geralt und die „Sexiest Vegetarian Celebrity“ sein – ein Titel, der Hemsworth 2016 verliehen wurde.

Henry Cavill wiederum gilt als Fan der literarischen Vorlage von Andrzej Sapkowski und der daraus entwickelten Videospiele. Ob Cavill tatsächlich mit der Entwicklung der „Witcher“-Adaption nicht mehr einverstanden war, wegen zu vieler Abweichungen vom Original? Mir egal! Ich kenne das Original zum Glück nicht, verstehe von der Handlung fast nichts, genieße, wenn es kracht – und warte auf Yennefer.

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