Mutmaßlicher Femizid in Brandenburg: Tödliche Attacke auf Frau in Erkner
Eine 24-jährige Frau stirbt nach einem Messerangriff auf offener Straße. Es ist der zweite mutmaßliche Femizid in Brandenburg innerhalb von einer Woche.
Foto: Jens Kalaene/dpa
dpa | Bei einem gewaltsamen Angriff auf offener Straße ist in Erkner bei Berlin eine Frau getötet worden. Ein Mann habe die Frau so heftig attackiert, dass sie kurz darauf starb, teilte die Polizeidirektion Ost mit. Beide sollen sich gekannt haben.
Der 29 Jahre alte Tatverdächtige ist der Polizei zufolge zunächst vom Tatort an einer Brücke geflüchtet, konnte dann aber nach Zeugenhinweisen gefasst werden. Die Tote ist demnach 24 Jahre alt. In welcher Beziehung sie zum mutmaßlichen Täter stand, ließ die Polizei offen.
Es ist der zweite mutmaßliche Femizid in Brandenburg innerhalb von einer Woche. Bei einer Gewalttat an einer Schule in Gosen-Neu Zittau waren am letzten Donnerstag eine Frau und ein Mann getötet worden.
Zu den Hintergründen der Tat in Erkner und einem möglichen Motiv hielt sich die Polizei weitestgehend bedeckt. In den Morgenstunden gegen 6.30 Uhr seien bei der Polizei Notrufe eingegangen. Nach Medienberichten starb die Frau an Stichverletzungen. Sowohl sie als auch der Mann haben laut Polizei Migrationshintergrund.
Nur fünf Kilometer zwischen den Tatorten
Polizisten und Polizistinnen sicherten am Tatort in der Leo-Hendrik-Baekeland-Straße Spuren. Diese gelte es nun auszuwerten, so die Beamten. Mögliche Zeugen der Tat wurden aufgerufen sich telefonisch an die örtlich zuständige Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) zu wenden oder über die Online-Wache Kontakt mit der Brandenburger Polizei aufzunehmen.
Erkner im Landkreis Oder-Spree liegt südöstlich von Berlin im Speckgürtel und gehört noch zum S-Bahnnetz. Gosen-Neu Zittau liegt nur rund fünf Kilometer von Erkner entfernt. Ein 19-jähriger Deutscher steht im Verdacht, am vergangenen Donnerstag an der dortigen Privatschule eine 18 Jahre alte Schülerin und einen 30 Jahre alten Erzieher getötet zu haben. Ihm wird zweifacher Mord vorgeworfen. Er kam in Untersuchungshaft. Die Schülerin soll laut Staatsanwaltschaft die Ex-Freundin des Tatverdächtigen gewesen sein. Der Erzieher soll demnach versucht haben, der Schülerin zu helfen.
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