Härtere Strafen für Femizide Gegen patriarchales Besitzdenken
Femizide sollen künftig generell als Mord bestraft werden. Bisher gelten sie häufig als Totschlag. Das könnte das Verständnis solcher Taten verbessern.
Femizide
2023 gab es in Deutschland fast 1.000 versuchte Tötungen von Frauen und Mädchen, 360 Mal von ihnen starben. Wieviele dieser 360 Fälle eindeutige Femizide waren, ist unklar. 248 davon lassen sich laut Bundeskriminalamt (BKA) dem Bereich der Häuslichen Gewalt zuzuordnen. Manche sehen darin Beziehungstaten, aber „die Tötung von weiblichen Personen durch männliche Personen, weil sie weiblich sind“, gilt als Femizid. Bis heute ist ein Femizid in Deutschland kein eigener Straftatbestand.