Mängel am „Eurofighter“: Geiersturzflug ohne Ende
Am „Eurofighter“ sind wieder Fehler aufgetaucht: Bohrungen wurden falsch ausgeführt. Die Bundeswehr nimmt vorerst keine weiteren Flugzeuge von Airbus ab.
dpa | Beim Kampfflugzeug „Eurofighter“ sind nach einem Medienbericht neue Probleme aufgetaucht. Das Verteidigungsministerium habe den Bundestag am Montag über einen „Fertigungsmangel“ im „Bereich der Verbindung zwischen dem Seitenleitwerk und Rumpf“ unterrichtet, berichtete die Süddeutsche Zeitung am Abend auf ihrer Internetseite.
Demnach wurden dort Bohrungen „nicht spezifikationskonform gesenkt und entgratet“. Eine „Schädigung der Struktur des Luftfahrzeuges“ könne nicht ausgeschlossen werden, zitierte die Zeitung aus dem Schreiben des Ministeriums.
Demnach sind alle ausgelieferten Flugzeuge der Tranchen 1 bis 3A von dem Mangel betroffen. Das Problem habe „keinen unmittelbaren Einfluss“ auf den Flugbetrieb der deutschen „Eurofighter“-Flotte, Deutschland habe die „Abnahme weiterer Serienluftfahrzeuge“ aber vorerst ausgesetzt. Derzeit analysierten Experten das Problem.
Die Bundeswehr soll vom Hersteller Airbus insgesamt 143 „Eurofighter“ bekommen. Das Rüstungsprojekt steht seit Jahren in der Kritik, weil es mehrere Milliarden teurer wurde als geplant und es immer wieder Verzögerungen gibt.
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