Linke und BSW im Superwahljahr 2026 : Wagenknecht verliert, die Linkspartei gewinnt
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Das BSW zerstört sich gerade selbst. Die Linkspartei ist erstaunlich stabil – und kann bei den Wahlen 2026 einiges erreichen. Vielleicht.
2026 stehen fünf wichtige Landtagswahlen an. Während Die Linke gute Chancen hat, wieder in mehrere Landtage einzuziehen, muss das BSW um seine politische Zukunft bangen. Ist der Kurs des BSW bereits gescheitert?
Das BSW wirkt – vor allem nach der Implosion in Brandenburg – zunehmend gelähmt. Deutschlands erste und bislang einzige Koalition aus SPD und BSW zerbrach dort bereits nach einem Jahr. In Thüringen regiert das BSW zwar weiterhin mit CDU und SPD, doch auch dort ist der Kurs umstritten. Noch im Dezember kritisierte Sahra Wagenknecht: „Koalieren heißt nicht: klein beigeben.“ Die Partei ist tief gespalten zwischen dem Anspruch auf Mitregieren und einer Rolle als fundamental-oppositionelle Kraft.
Für die Linkspartei läuft es hingegen gut. Sie hat sogar Chancen, die Wahl in Berlin im Herbst zu gewinnen – und die Regierende Bürgermeisterin zu stellen. Auch die Integration von Zigtausenden jungen GenossInnen in die Partei funktioniert bislang. Der Linkspartei gelingt ein erstaunlicher Spagat. Im Bundestag und den Landtagen von Sachsen und Thüringen treten die Linken verlässlich, fast staatstragend auf – um Mehrheiten mit der AfD zu verhindern.
Gleichzeitig ist die Partei offen für Radikale. Bislang hält die von Jan van Aken und Ines Schwerdtner geführte Partei das aus. Doch vor allem beim Thema Gaza und Israel gehen die Affekte hoch. Die tiefen Konflikte könnten auch ins Selbstzerstörerische kippen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
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