piwik no script img

Krieg in SudanFriedensverhandlungen ausgesetzt

USA und Saudi-Arabien haben ihre Vermittlungen abgebrochen. Gespräche sollen weitergehen, wenn sudanesische Kampfparteien dazu bereit sind.

epd | Die Verhandlungen zwischen den sudanesischen Konfliktparteien sind vorerst ausgesetzt. Das gab die US-Regierung am Donnerstagabend bekannt. Gemeinsam mit Saudi-Arabien hatten die USA seit Anfang Mai in der saudi-arabischen Stadt Dschidda versucht, einen anhaltenden Frieden zwischen der sudanesischen Armee und den paramilitärischen „Rapid Support Forces“ (RSF) zu vermitteln. Getroffene Vereinbarungen über Waffenruhen wurden von beiden Seiten immer wieder gebrochen.

Auf Twitter erklärte die US-Botschaft im Sudan, die Armee und die RSF seien weiterhin verpflichtet, sich an die Vereinbarung zur Ermöglichung humanitärer Hilfe sowie an die bis Samstag geltende Waffenruhe zu halten. Die Verhandlungen aber würden erst wieder aufgenommen, wenn beide Seiten zu Gesprächen ernsthaft bereit seien.

Auch wenn infolge der Waffenruhe vorübergehend die Kämpfe etwas abgeflaut seien, seien durch anhaltende Kampfhandlungen humanitäre Hilfseinsätze erschwert und in manchen Regionen unmöglich gemacht worden, hieß es weiter. Dass private Häuser, aber auch öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser von bewaffneten Kämpfern besetzt und beschlagnahmt wurden, sei ebenfalls ein Bruch der Vereinbarungen.

US-Außenminister Antony Blinken kündigte außerdem Sanktionen für Verantwortliche des Konfliktes an. Vorgesehen sind demnach Visa-Beschränkungen und wirtschaftliche Sanktionen für Unternehmen, deren Gewinne in die Finanzierung von Militär und RSF fließen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare