piwik no script img

Waffenruhe in Sudan angekündigtEine Woche Feuerpause

Nach mehr als einem Monat Krieg haben sich die Konfliktparteien auf eine Waffenruhe geeinigt. Frühere scheiterten – aber dieses Mal sei es anders.

afp | Vertreter der Konfliktparteien im Sudan haben sich auf eine einwöchige Waffenruhe geeinigt. Sie könne „mit Zustimmung beider Seiten verlängert werden“, teilten die USA und Saudi-Arabien am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Demnach soll die Waffenruhe am Montagabend beginnen.

Beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, die „Lieferung und die Verteilung humanitärer Hilfe zu erleichtern, grundlegende Dienstleistungen wieder aufzunehmen und die Truppen aus Krankenhäusern und wichtiger öffentlicher Infrastruktur abzuziehen“.

Seit dem Ausbruch der Kämpfe seien mehrere verkündete Waffenruhen nicht eingehalten worden, teilten die USA und Saudi-Arabien weiter mit. Im Gegensatz zu früheren Waffenruhen sei die in Dschiddah erzielte Vereinbarung jedoch von den Parteien unterzeichnet worden, hieß es in der Erklärung.

Die Gefechte im Sudan zwischen der Armee von Militärmachthaber Abdel Fattah al-Burhan und der paramilitärischen RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo hatten Mitte April begonnen. Seitdem wurden fast 1.000 Menschen getötet. Mittlerweile gibt es mehr als eine Million Flüchtlinge und Vertriebene.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare