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Krieg in LibyenRakete trifft Benzinlager

In Tripolis ist ein Großbrand ausgebrochen, nachdem eine Rakete in ein Benzinlager einschlug. Die Regierung befürchtet mehr Tankexplosionen und ruft zur Waffenruhe.

TRIPOLIS dpa | Bei den Kämpfen verfeindeter Milizen in Libyen ist laut Medienberichten eine Rakete in ein Benzinlager bei der Hauptstadt Tripolis eingeschlagen und hat einen Großbrand ausgelöst. Wie das Nachrichtenportal „Al-Wasat“ am Montag unter Berufung auf Sicherheitsbehörden und der libyschen National Oil Corporation (NOC) berichtete, droht sich das Feuer erheblich auszuweiten.

Getroffen wurde den Angaben nach ein Tank, der 6,6 Millionen Liter Benzin enthält. Insgesamt seien in der Anlage 90 Millionen Liter gelagert. Aufgrund der Hitze befürchten die libyschen Behörden nun die Explosion der anderen Tanks.

Die Übergangsregierung rief laut „Al-Wasat“ und der libyschen Nachrichtenagentur Lana die Konfliktparteien zu einer Waffenruhe auf, damit die Feuerwehr den Brand bekämpfen könne. Anwohner wurden demnach zudem aufgefordert, ihre Häuser in der unmittelbaren Umgebung des Komplexes zu verlassen.

In Tripolis kämpfen verfeindete Milizen um den internationalen Flughafen. Dabei setzen sie Raketen ein. Sie hatten einst als Revolutionsbrigaden den Aufstand gegen den 2011 gestürzten Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi angeführt. Nun kämpfen sie für eigene Interessen.

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