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Krieg im JemenKleiner Schritt Richtung Frieden

Regierung und Separatisten wollen sich die Macht teilen. Der Deal könnte die Front gegen den gemeinsamen Gegner einen: die Huthi-Rebellen.

Jannis Hagmann

Aus Berlin

Jannis Hagmann

Es geht nur um einen Teilkonflikt innerhalb des Jemenkriegs, doch was diesen betrifft, sind sich die Widersacher einen großen Schritt näher gekommen: Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die Regierung und die Separatisten im Süden des Landes geeinigt.

Einer am Dienstag unterzeichneten Vereinbarung zufolge soll der jemenitische Präsident Abed­rabbo Mansur Hadi in die Interimshauptstadt Aden zurückkehren, in der er sich schon seit 2014 nicht mehr aufhält und die im August von den Separatisten erobert worden war. Alle Truppen sollen sich weitgehend aus der Stadt zurückziehen. Und die mächtigen Milizen der südlichen Separatisten sollen der Regierung unterstellt werden.

Im Gegenzug werde der Südliche Übergangsrat (STC), die mächtigste Vertretung der Verfechter eines unabhängigen Staates Südjemen, im Zuge einer Kabinettsumbildung an der Regierung beteiligt. Auch bei den UN-Friedensverhandlungen für den Jemen sollen die Separatisten künftig mit am Tisch sitzen. Von den Gesprächen zwischen der Regierung und den Huthi-Rebellen, die weite Teile des Landes kontrollieren, waren die Separatisten bislang ausgeschlossen.

Nicht nur für den STC ist der Deal ein Erfolg. Das in der saudischen Hauptstadt Riad unterzeichnete Dokument ist auch in Saudi-Arabiens Interesse, das den Kampf gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen anführt, der eigentlich auch von den Separatisten unterstützt wird. Die Anti-Huthi-Koalition drohte durch die internen Kämpfe zu zerbrechen.

Es ist wichtig, den betroffenen südlichen Akteuren zuzuhören

Martin Griffiths, Jemen-beauftragter der Uno

Kein Wunder also, dass es sich der saudische Kronprinz Muhammad bin Salman nicht nehmen ließ, die Riad-Vereinbarung persönlich zu verkünden.

Der UN-Jemen-Beauftragte, Martin Griffiths, war bei der Unterzeichnung zwar dabei, hatte aber eine eher beobachtende Rolle. Ihm blieb, den Konfliktparteien zu gratulieren und Saudi-Arabien zu danken. „Um Frieden zu erreichen, ist es wichtig, den betroffenen südlichen Akteuren zuzuhören“, schrieb Griffiths auf Twitter.

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