Kolumne Besser: Antwort auf „Pegida“ gefunden
„Pegida“ will man sich nicht mal im Internet näher anschauen. Bei der „virtuellen Tour“ durch Özgida hingegen gibt’s sogar Musik.
E rst „Pegida“ in Dresden, jetzt „Dügida“ in Düsseldorf, „Bogida“ in Bonn, „Kagida“ in Kassel, „Mügida“ in München und sogar – kein Scherz – „Ogida“ in Ostfriesland. Sind Sie von diesen rechtspopulistischen Aufmärschen auch schon ganz verwirrt? Hier kommt die Lösung: Özgida.
Die haben auch ein besseres und größeres Angebot als die immer selbe braune Sülze. (Gerade wieder: Rinderschinken „Pastirma“, 100 g, 2,79 Euro. Gekochte Maronen, 200 g, 2,29 Euro. Türkischer Mokka 250g, 3,49 Euro. Und sogar Bio Beluga Linsen, 500 g, 3,19 Euro.)
Der „Multikulti-Supermarkt“ befindet sich in der Hauptstraße in Berlin-Schöneberg, bietet aber auch eine „virtuelle Tour“ im Internet an (mit orientalischer Musik!).
Und Özgida ist nicht die einzige Alternative zu „Pegida“. Eine weitere ist Eurogida, mit Filialen in elf der ehemals zwölf Westberliner Bezirke. (Nur nicht in Zehlendorf. Und keine einzige in Ostberlin.) Dort gerade im Angebot: Getrocknete Feigen 500 g, 2,49 Euro, Putengulasch, 1 kg, 4,49 Euro, Clementinen, Spanien/Griechenland, 1 kg, 0,99 Euro.
Sicher würden sich massenweise Özgida oder Eurogida-Tüten prima auf Gegendemonstrationen gegen „Pegida“ etcetera machen. Oder an Fenstern, wenn diese Spackoaufmärsche dort vorbeiziehen. Noch eine Alternative: Algida, wie Langnese-Eis u.a. in der Türkei, Italien und Griechenland heißt.
Gefällt Ihnen die Idee, die dem Kollegen Thomas Blum vom Neuen Deutschland und mir kam? Dann machen Sie doch einfach.
Besser: Özgida. Oder Eurogida. Oder Algida.
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