Klimastreik in Krisenzeiten: „Wir können nicht zurück zu normal“

Die Pandemie kommt zur Klimakrise obendrauf, nicht stattdessen. Wie gehen Aktivistinnen weltweit damit um? Drei Protokolle.

Ein Kind mit einer Weltkugel aus Pappe auf dem Kopf.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Nanticha Ocharoenchai aka Lynn: „Wir haben so viel politisches Drama in Thailand“

„Es ist komisch: Die Pandemie hat alles verändert, aber in meinem Leben ist eigentlich nichts anders geworden. Ich bleibe auch so meistens zu Hause, treffe nicht viele Leute. Ich lebe in Bangkok und ich gehe nicht gern in die Stadt, zu stressig. Meine Arbeit konnte ich bisher immer von zu Hause machen.

Was machen Klimaaktivist*innen eigentlich jetzt, wo ihnen der Weg auf die Straße fast überall verwehrt ist? Das Klimahub der taz will es genau wissen. Celine Weimar-Dittmar und Leonie Sontheimer befragen auf dem Instagram-Kanal der taz engagierte Menschen auf der ganzen Welt live, was die Corona-Krise mit ihnen macht – und wie sich sich trotzdem oder jetzt erst recht engagieren. Die Interviews erscheinen auch als Mitschnitte auf IGTV und als Protokolle auf der Klimaseite der gedruckten taz und hier auf taz.de.

In Thailand gibt es keine offizielle Ausgangssperre, wir sollen jedoch zu Hause bleiben. Es gibt hier aber viele Menschen, die sich das nicht leisten können. Ihr Überleben hängt von Jobs ab, für die sie rausgehen müssen. Und viele Menschen haben auch gar kein Zuhause, in dem sie bleiben können. Also das ist ein Problem. Was die Zahl der Infizierten betrifft, haben wir – glaub ich – um die 2.000 bestätigte Fälle. Ich habe, ehrlich gesagt, nicht so viele Nachrichten gelesen, das quält mich zu sehr.

Mit der Klimastreik-Bewegung, die ich hier ins Leben gerufen habe, wollten wir zum Earth Day am 22. April eigentlich streiken. Jetzt organisieren wir gemeinsam mit “We The Planet“ einen Netzstreik. Menschen schicken uns Videos mit ihren Forderungen.

Die Pandemie zeigt, dass wir die Emissionen senken KÖNNEN, wenn wir das wollen. Und die Medien und die Regierung hier fangen an, sich mit dem Zusammenhang zwischen Dingen wie Abholzung und Wildtierhandel und dem Ausbruch des Virus zu beschäftigen. Viele Umweltorganisationen und auch wir versuchen jetzt, klarzustellen: Diese Pandemie mag uns hart treffen, die Klimakrise wird uns noch härter treffen, wenn wir unsere Emissionen nicht verringern.

Nanticha Ocharoenchai, eine junge Frau mit dunklen, zu einem Pferdeschwanz gebundenen Haaren Sie trägt einen Pulli und einen Rucksack.

Nanticha Ocharoenchai aka Lynn lebt in Bangkok und hält die Klimakrise im Vergleich für unterschätzt Foto: privat

Und dann haben wir noch ein anderes drängendes Problem in Thailand. Im Norden des Landes wüten riesige Feuer. Viele Flächen werden für den Maisanbau niedergebrannt. Aber die Feuer sind jetzt übergesprungen auf geschützte Wälder und breiten sich aus. Die Folge ist eine krasse Luftverschmutzung in der Region. Einige Presseagenturen berichten darüber, aber die Aufmerksamkeit reicht lange nicht. Es ist, als würde halb Thailand brennen – und niemand spricht darüber.

Wir können wirklich nicht “zurück zu normal“ gehen, absolut nicht. Ich hoffe, dass die Politiker*innen jetzt merken, wie vermasselt die Situation ist. Das erste, was sie tun sollten, ist aufzuhören sich zu streiten. Wir haben so viel politisches Drama in Thailand. Unproduktive Streits, die viel zu viel Zeit und Energie für wichtigere Dinge rauben, die Energiewende zum Beispiel.“

Maira Kellers: „Über positive Aspekte der Krise zu sprechen finde ich grenzwertig“

Maira Kellers, eine junge Frau mit kurzen dunklen Haaren. Sie trägt einen Schal und Ohrringe. Im Hintergrund ist ein Gebüsch oder Baum.

Maira Kellers von Fridays for Future Köln fordert, den besonderen Moment für Veränderungen zu nutzen Foto: privat

„Für die Klimabewegung ist es gerade eine riesige Herausforderung, überhaupt den Diskurs aufrecht zu erhalten. Corona ist allgegenwärtig, das Klima fällt hinten runter. Andererseits erleben wir gerade alle eine Krise – und merken, wie doof Krisen sind. Wir versuchen, dieses Gefühl in Motivation umzuwandeln, die uns auch gegen die Klimakrise hilft. Denn die ist nicht zu unterschätzen!

Und dann hat die Pandemie natürlich auch einen konkreten Effekt auf uns als Bewegung. Mit unseren Streiks mussten wir von der Straße ins Netz umziehen. Wir treffen uns jetzt freitags alle in einer Videokonferenz, jede mit ihrem eigenen Schild. Und dann versuchen wir, das Internet mit Bildern von uns und unseren Schildern zu fluten, um sichtbar zu sein. Und wir suchen gerade aktiv nach weiteren kreativen Aktionsformen im Internet. Zum Glück haben wir uns vorher auch schon digital organisiert, sodass wir nicht bei Null anfangen müssen.

Über positive Aspekte der Krise zu sprechen, finde ich grenzwertig. Wir wissen alle, wie schrecklich das Ganze gerade ist. Aber was meiner Meinung nach einen Mehrwert hat: Es werden gerade Dinge sichtbar, die nicht gut laufen. Wie zum Beispiel, dass systemrelevante Jobs in der Pflege überlastet und gleichzeitig unterbezahlt sind. Das zeigt, dass an den Grundlagen des Systems etwas nicht stimmen kann. Fridays for Future kämpft ja für Klimagerechtigkeit, dazu gehört eben auch soziale Gerechtigkeit. Und die ist nicht hergestellt, solange in den systemrelevanten Berufen so schlecht entlohnt wird. Ich hoffe, dass wir den Moment, in dem gerade eh alles anders ist, nutzen, um strukturelle Veränderungen anzustoßen. Im Großen wie auch auf individueller Ebene.

Meine Forderung an die Menschen: Schließt Euch Fridays for Future an, macht bei unseren Streiks mit. Kurzum: Behandelt jede Krise wie eine Krise!“

Der Interview-Mitschnitt auf IGTV

Tonny Nowshin, eine junge Frau. Sie lächelt und hat offene Lange Haare. Sie trägt einen Schal und eine Jacke. Im Hintergrund ist ein See.

Tonny Nowshin, Degrowth-Aktivistin, sagt, es ist die Zeit zu reflektieren, was wirklich wichtig ist Foto: privat

Tonny Nowshin: „Zu Hause bleiben bedeutet zu verhungern“

„Wenn ich mir eine Apokalypse aussuchen müsste, würde ich eher die Corona- als die Klimakrise wählen. Wenigstens betrifft Corona nur uns Menschen. Und gibt uns die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie viel Platz wir auf dem Planeten einnehmen, wie wir mit den anderen Lebewesen umgehen.

Ich habe trotzdem emotional mit der Pandemie zu kämpfen – wie wir alle. Was mich am meisten belastet, ist die Situation zu Hause. Ich komme aus Bangladesch. Die meisten Länder waren ja nicht auf eine Pandemie eingestellt, wie man am Beispiel der USA momentan sieht. Aber im Globalen Süden fehlen auch noch die Ressourcen, um damit fertigzuwerden. Zu Hause zu bleiben bedeutet für einen großen Teil der bangladeschischen Bevölkerung, zu verhungern. Denn wir haben einen riesigen informellen Sektor mit Tagelöhner wie zum Beispiel Rikscha-Fahrern, die von ihrem täglichen Einkommen leben. Quarantäne heißt für sie: kein Geld, also kein Essen. Das ist Krise auf einem anderen Level. Und wenn ich die Nachrichten und Zahlen sehe, sehe ich das Leid. Nicht jeder kann verstehen, was für ein emotionaler Stress das für mich ist. Aber ich will auch kein Mitleid. Ich versuche, weiter zu arbeiten.

In den letzten zwei Jahren haben wir versucht, den weltgrößten Mangrovenwald zu retten, der in Bangladesch steht. Er wird von den Plänen für das Kohlekraftwerk Rampal und dessen Infrastruktur bedroht. Am Dienstag haben wir eine Petition gegen die deutsche Firma Fichtner gestartet, die technische Beratung macht und in den Bau von Rampal involviert ist. Wir möchten, dass sie sich aus dem Projekt zurückzieht.

Was die Pandemie betrifft, hoffe ich, dass wir danach nicht einfach wieder in “die Normalität“ zurückgehen. Diese Krise macht einmal mehr deutlich, dass unsere Gesellschaften nicht uns Menschen schützt, wenn die Politik Rettungsschirme für Banken statt Menschen vergibt. Aber jetzt, da alles angehalten ist, reflektieren wir darüber, was uns wichtig ist. Und das kann sehr wirkmächtig sein.“

Der Interview-Mitschnitt auf IGTV

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

Die Erderwärmung bedroht uns alle. Die taz berichtet daher noch intensiver über die Klimakrise. Alle Texte zum Thema finden Sie unter taz.de/klimawandel.

Zudem bieten wir Ihnen das aktivistische Klima-Abo: Lesen Sie 10 Wochen die taz für nur 10 Euro. Davon spenden wir 1 Euro pro Abo für die Klimaaktivist*innen-Workshops an die taz Panter Stiftung.

Klimawandel

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