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Kinder fragen, die taz antwortetWas machen Lehrer:innen, wenn sie pupsen müssen?

Wir wollen von Kindern wissen, welche Fragen sie beschäftigen. Jede Woche beantworten wir eine. Diese Frage kommt von Fridolin, 7 Jahre alt.

Lieber Fridolin, ich kann mir vorstellen, dass es Mut braucht, das zu fragen. Denn obwohl pupsen komplett normal ist, schämen wir uns oft, wenn es uns in der Öffentlichkeit passiert. Wie muss es sich wohl vor einer Schulklasse anfühlen?

Bettina Braun, die ich hier anders nenne, weil sie nicht erkannt werden möchte, unterrichtet an der Guldein-Grundschule in München. Sie versucht meist, das Pupsen zu unterdrücken, aber das klappt nicht immer. „Mir ist es tatsächlich einmal passiert, dass mir ein Pups rausgerutscht ist“, erzählt sie. „Das war vor einer ersten Klasse. Die Kinder fanden das wahnsinnig lustig und haben viel gekichert. Ich habe mitgelacht und meinte: ‚Der Brokkoli war wohl nicht gut gestern Abend.‘“

Dass Brokkoli und Pupsen zusammenhängen, damit liegt die Lehrerin richtig. Wenn wir trinken und essen, schlucken wir automatisch Luft. Im Darm zerkleinern Millionen Bakterien dann unsere Nahrung. Dabei sondern sie ein Gas ab, das stinkt und das wir als Furz herauslassen. Es gibt bestimmte Lebensmittel, bei denen wir noch mehr pupsen müssen. Dazu gehören Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Bohnen, aber auch Brokkoli.

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Wenn wir einen Pups unterdrücken, bildet sich Druck in unserem Bauch. Ernste Erkrankungen können dadurch nicht entstehen, dafür aber unangenehme Bauchschmerzen oder Krämpfe. Wer pupsen muss, tut das also am besten auch. Dafür geht man zum Beispiel auf die Toilette oder kurz vor die Tür – so machen es bestimmt auch viele Lehrer:innen. Denn manche Gase können ganz schön stinken. Vor allem nach fettigem Essen wie Pommes.

Lange dachte man, 10 bis 20 Fürze am Tag seien normal

Wer es nicht rechtzeitig nach draußen schafft, muss sich keine Sorgen machen. Die Lehrerin Bettina Braun erzählt: „Ein paar Schüler haben sich für mich fremdgeschämt, aber ich glaube, dass das gar nicht alle mitbekommen haben. Wir haben dann einfach gelüftet. Ich habe erklärt, dass es Luft ist, die raus muss und dass das alle Menschen betrifft.“

Lange dachte die Wissenschaft, dass 10 bis 20 Fürze am Tag normal sind. In den USA haben Forschende nun ein Messgerät in Unterhosen verbaut. Das Ergebnis: Im Schnitt pupst ein Mensch 32-mal pro Tag.

In manchen Freundschaften oder Beziehungen wird es übrigens als Vertrauensbeweis angesehen, voreinander zu pupsen – also als Zeichen dafür, sich sehr wohlzufühlen. Mein kleiner Bruder droht mir allerdings oft damit, um mich zu ärgern.

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