piwik no script img

Jobgarantie für Klopp beim BVBWatzke wirft sich in den Staub

BVB-Chef Watzke leistet den Treueschwur: „Würde niemals Klopp entlassen“. So sicher wie in Dortmund dürfte kaum ein anderer Arbeitsplatz in der Trainerbranche sein.

DORTMUND dpa | Hans-Joachim Watzke hat einen für die Branche ungewöhnlich deutlichen Treueschwur geleistet. „Ich würde niemals Jürgen Klopp entlassen. Niemals. Nie“, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund dem Kicker. Darüber hinaus ist es für Watzke nicht vorstellbar, dass der BVB-Trainer dem Werben anderer Clubs nachgeben und von sich aus die Zusammenarbeit mit dem Revierclub vorzeitig beenden könnte: „Jürgen Klopp schließt keine Verträge, um sie zu brechen. Das hat er noch nie gemacht. Er hat einen Vertrag bis 2016, daran hält er sich auch.“

Der seit Sommer 2008 in Dortmund tätige Klopp hat sich nach Einschätzung von Watzke „kein bisschen verschlissen. Von daher ist ganz klar, dass wir immer daran interessiert sind, mit Jürgen weiterzumachen“, sagte der Geschäftsführer. Gespräche über eine Vertragsverlängerung seien bisher aber noch nicht terminiert worden.

Spekulationen, nach denen Klopp im Fall eines Scheiterns der Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien ein Kandidat für den Bundestrainerposten sein könnte, lassen Watzke kalt. „Mit Mitte 40 ist Bundestrainer für ihn überhaupt kein Thema. Ich glaube, dass er diese tägliche Herausforderung mit Champions League und Bundesliga braucht.“

Trotz des famosen Starts der Borussia in die Bundesligasaison mit vier Siegen in vier Spielen und der Tabellenführung erklärte Watzke den FC Bayern zum Titelfavoriten: „Ich sehe Bayern München nach wie vor in der Pole Position. München ist aktuell der Nabel der Fußball-Welt, ob einem das gefällt oder nicht. Bayern ist die beste Mannschaft der Welt und einer der am erfolgreichsten geführten Vereine der Welt.“

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

1 Kommentar

 / 
  • PH
    Peter Haller

    Klopp sollte mal was gegen Paradonthose tun !