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Hertha in der Zweiten BundesligaVom Hoffen und Leiden

Der 1.FC Kaiserslautern gewinnt in Berlin gegen Hertha und macht damit den Aufstieg der Berliner mehr als unwahrscheinlich. Oder etwa doch nicht?

Zurück auf dem Boden der Tatsachen – Fabian Reese nach dem Spiel gegen Lautern Foto: Andreas Gora/dpa

Es ist vorbei. Bis zum vergangenen Samstag durften die Anhänger der Alten Dame noch träumen. Vom Relegationsplatz zum Beispiel und manch einer vielleicht sogar schon heimlich vom direkten Aufstieg in die Erste Liga. Und davon, dass die guten alten Zeiten zurückkehren könnten. Die sind ja auch noch nicht so lange her: 2013 war Hertha BSC zum letzten Mal kurz Bundesliga-Spitzenreiter gewesen. Erste Bundesliga.

Ein Sieg im Olympiastadion gegen die aus Kaiserslautern angereisten Gegner hätte also gereicht, um den kleinen Hoffnungsschimmer der Herthaner am Leben zu erhalten. In der ersten Halbzeit spielten die Roten Teufel dann auch noch so passiv, so lustlos, dass die Fans aus K-Town ihrerseits hauptsächlich nur hofften, dass sich das 6:1-Pokalspiel-Debakel vom letzten Aufeinandertreffen im Olympiastadion nicht wiederholen würde.

Doch dann betrat nach der Pause eine wie ausgewechselte Mannschaft den Rasen, schoss das unerwartete 1:0 gegen die West-Berliner und ließ selbst keinen Ball ins Netz. Die Aufstiegshoffnungen der Herthaner – zerplatzt. Jedenfalls für diese Saison. Denn wer Hertha-Fan ist, muss hoffen können. Immer wieder, jede Saison aufs Neue.

Auch die Roten Teufel träumen

Und bei den FCK-Fans? Bei der „dritten Halbzeit“ in der überfüllten FCK-Kneipe in Schöneberg später am Nachmittag ist schnell vergessen, dass das 1:0 ganz sicher nicht auf Bundesliga-Niveau erspielt wurde.

Da wird jetzt gerechnet: 15 Punkte könne man noch holen diese Saison, wenn man jetzt noch alle Spiele gewinnt. Und mit 61 Punkten seien Mannschaften schon auf dem Relegationsplatz gelandet, ja es soll sogar welche gegeben haben, die mit 61 Punkten direkt aufgestiegen seien.

Und wenn man mal erst aufgestiegen ist, dann darf man sich erst recht Hoffnungen machen. Denn, wie hieß es so schön vom Gästeblock vorhin: „Die Geschichte ist einmalig, jedes Kind weiß, wie es war: Nach dem Aufstieg – Deutscher Meister, das ist nur der FCK!“

Ja, die Hoffnung stirbt immer zuletzt.

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