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Global Rights Index des IGBBeschäftigtenrechte erodieren

Gewalt gegen Arbeitnehmende, Streikverbote – Gewerkschaftsbund sieht „Herz der Demokratien“ in Gefahr. USA kommen auf Beobachtungsliste.

afp | Weltweit werden Rechte von Ar­beit­neh­me­r:in­nen immer stärker eingeschränkt. Selbst in „stabilen“ Ländern wie Frankreich oder den USA erodiere der Arbeitnehmerschutz, erklärte der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) am Montag. „Die Krise der Arbeitnehmerrechte hat mittlerweile das Herz der Demokratien erreicht“, sagte IGB-Generalsekretär Luc Triangle. Er sprach von einem „Putsch der Milliardäre, von führenden Politikern unterstützt“.Arbeitnehmende würden „zum Schweigen“ gebracht „und die Wirtschaft zugunsten einer kleinen Gruppe Mächtiger manipuliert“.

Dem jährlich erscheinenden IGB-Bericht zufolge verwehrten 72 Prozent von 151 untersuchten Länder Beschäftigten den Zugang zur Justiz. In der Hälfte der Staaten nahmen Behörden Erwerbstätige fest. Verstöße gegen das Streikrecht wurden in 87 Prozent der Länder verzeichnet. Das Recht auf Tarifverhandlungen wurde in 80 Prozent der Staaten verletzt.

Die USA wurden auf die Beobachtungsliste des IGB gesetzt. Grund seien „Einschränkungen der Tarifverhandlungen und der Einsatz von Gewalt gegen Arbeitnehmer“. Für Frankreich monierten die Au­to­r:in­nen vor allem ein hartes „Vorgehen gegen Gewerkschaftsaktivisten und Einschränkungen bei Demonstrationen“. Acht Länder hingegen schaffen es auf die Liste der Staaten, in denen nur „sporadische Rechtsverletzungen“ gemeldet wurden. Darunter sind Deutschland und sechs weitere europäische Staaten sowie das südamerikanische Uruguay. Zu den zehn „schlimmsten Ländern“ für Arbeitnehmerrechte gehören laut IGB-Liste etwa Ägypten, Myanmar, Nigeria, Tunesien und die Türkei.

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