Facebook testet Posts gegen Geld: Ich zahle, also bin ich
Wer in der Meldungsübersicht seiner Facebook-Freunde nach oben rutschen will, soll dafür zahlen. Noch ist der Dienst in den USA in der Testphase.
Kostenlos war gestern: Facebook startet in den USA testweise einen Dienst, bei dem Nutzer für Veröffentlichungen bezahlen sollen, um in der Meldungsübersicht ihrer Freunde weiter oben platziert zu werden. Postet ein Nutzer einen Inhalt, soll er künftig über den Button „Promote“ die Möglichkeit haben, für eine bessere Platzierung zu zahlen.
Laut dem Blog Techcrunch sollen die Kosten bei sieben Dollar liegen, Facebook selbst wollte sich nicht dazu äußern. Als Einsatzbereiche schweben dem Unternehmen laut einer Mitteilung „Hochzeitsfotos, private Flohmärkte oder große Neuigkeiten“ vor. Der Dienst laufe bereits seit Mai in Neuseeland und soll nach Angaben von Facebook in den USA für Nutzer mit weniger als 5.000 Kontakten verfügbar sein.
Die Nachricht fällt zusammen mit einer anderen, die Unternehmenschef Mark Zuckerberg am Donnerstag bekannt gab: Das Netzwerk soll demnach die Schwelle von einer Milliarde Nutzer überschritten haben. Zuckerberg spricht dabei ausdrücklich von aktiven Nutzern. Ein aktiver Nutzer sei jemand, der sich mindestens ein Mal in 30 Tagen auf der Plattform anmelde, erklärt Facebook-Sprecherin Tina Kulow.
Das Angebot zeigt einmal mehr, wie sehr Facebook darauf angewiesen ist, neue Einnahmequellen zu erschließen. Nach dem Börsengang im Mai war der Kurs des Unternehmens von einem Ausgabepreis von 38 Dollar auf aktuell knapp 22 Dollar gefallen. Die Finanzierung mittels klassischer Werbung gilt als zunehmend problematisch, da immer mehr Mitglieder die Seite über mobile Geräte mit kleineren Bildschirmen und entsprechend weniger Platz für Werbebanner ansteuern.
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