Die neuen Corona-Zahlen des RKI: Weniger neue Fälle
Die Zahl der Infizierten wächst in Deutschland zunehmend langsamer. Ein positiver Trend. Das RKI sieht aber noch keine Entspannung.
Die weitreichenden Kontaktbeschränkungen, die in Deutschland vor gut zwei Wochen in Kraft getreten sind, zeigen offenbar die erhoffte Wirkung: Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen ist in den letzten Tagen deutlich gesunken. Das staatliche Robert Koch-Institut (RKI), bei dem alle Fälle gemeldet werden müssen, nannte am Montag und Dienstag jeweils weniger als 4.000 neue Fälle; die Gesamtzahl aller jemals Infizierten liegt jetzt bei knapp 100.000.
Die tägliche Wachstumsrate der Gesamtzahl sank damit zuletzt auf 4 Prozent. Im Schnitt der letzten Woche lag sie bei 7 Prozent; eine Woche zuvor lag dieser Wert noch bei 12 Prozent, vor zwei Wochen bei 21 Prozent und vor 3 Wochen bei 28 Prozent. Noch positiver entwickelte sich die Zahl der aktuell Infizierten, also die Gesamtzahl abzüglich der Genesenen und Gestorbenen: Sie stieg zuletzt nur noch geringfügig auf gut 64.000.
Weil von einer Infektion bis zur bestätigten Meldung beim RKI etwa 10 bis 14 Tage vergehen, dürften die Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen erst jetzt sichtbar werden; der zuvor sichtbare Rückgang dürfte auf das Schließen der Schulen und das Verbot von Großveranstaltungen sowie verstärkte Hygiene zurückzuführen sein. Trotz der deutlich zurückgehenden Zahl der Neuinfektionen sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag, von einer Entspannung könne noch nicht ausgegangen werden. „Wir müssen die nächsten Tage abwarten.“
Auch bei der Zahl der deutschen Corona-Toten nahm das Wachstum zuletzt ab, wenn auch aufgrund der Zeitverzögerung im Vergleich zu den Infektionen auf einem höheren Niveau: In der letzten Woche stieg sie im Schnitt um 17 Prozent auf jetzt 1.607. Eine Woche zuvor lag der tägliche Anstieg im Schnitt noch bei 27 Prozent. Zur Zahl der Corona-Infizierten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen, gab es in den letzten Tagen keine neuen Angaben.
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