Die Wahrheit: Trümmerteam
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über kriselnde Koalitionäre erfreuen.
Schwarz und Rot, dies zugegeben,
schlossen nicht den Bund fürs Leben.
Aber jetzt geht ihre Chose
schon nach Wochen in die Hose.
Wollten ohne Zoff regieren
und die Ampel nicht kopieren,
wollten alles besser machen
und nicht aufeinander krachen.
Erste Haushaltsstreitigkeiten
sorgten dann auf beiden Seiten
dafür, dass man Messer wetzte,
sich wohl nicht mehr ganz so schätzte.
Und nun ging sogar mal eben
Richterinnenwahl daneben.
Masken-Spahn, halb abgeschossen,
hielt die Reihen nicht geschlossen.
Kanzler Merz schien’s nicht zu quälen,
kann man doch auch später wählen.
Klingbeils Lars schlug das Versagen
schwarzer Führung auf den Magen.
Nun, der Geist ist aus der Flasche,
bald schon liegt in Schutt und Asche,
was erst kürzlich angepfiffen –
Männerfreundschaft inbegriffen.
Lars und Friedrich, diese beiden,
wenn sie voneinander scheiden,
haben sie uns was geboten –
die schwarz-roten Bruchpiloten.
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