Die Wahrheit: Ostern in Gelb und Blau
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über ein Fest in ukrainischen Farben erfreuen.
„Mensch, Osterhase, altes Haus!
Du siehst mir ziemlich ratlos aus.
Ist denn nicht Eierfärbezeit?
Drei Tage noch, dann ist’s soweit …“
„Ich komm ja eben aus dem Bau.
Mir fehlen völlig Gelb und Blau.
Wo krieg ich die so schnell nur her?
Da hilft nicht mal die Feuerwehr.“
„Dann höre, was der Schulrat Krause –
der wohnt bei mir im Nachbarhause,
zwar pensioniert und hochbetagt –
grad heute Morgen zu mir sagt:
Er kennt die alte Häschenschule
noch aus der Zeit der ersten Kuhle
und weiß von schönsten Eierfarben,
die dort im Rübenkeller darben.
Die Kellertür, sagt er, steht auf,
und Gelb und Blau gäb es zuhauf.
Der Rektor damals, Doktor Sassen,
hab’ keinen Farbton ausgelassen.
Und was den Eimer Braun betrifft,
ist der wohl voller Rattengift,
sodass für alle Eierdiebe
die rechte Soße übrigbliebe.“
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