Die Wahrheit: Im Klimawinterwunderland
Donnerstag ist Gedichtetag in der Wahrheit: Diesmal darf sich die geneigte Leserschaft an einem frostigen Poem erfreuen.
Ach, wie schön warn doch die Zeiten
Da wir uns am Winter freuten
Bei Dauerfrost mit Schals und Mützen
Konnten wir auf Schlitten sitzen
Und den Hang hinunterstieben
Derweil Flocken liegenblieben
Fochten wir, indem wir lachten
Selbst mit gelbem Schnee noch Schlachten
So blieb der Spaß stets ein Garant
Im Kindheits-Winterwunderland!
Was bald jedoch, wenn’s backt und glüht
Dem Kindeskind von morgen blüht
Wenn Steppe reicht bis vor den Garten
Gilt es nicht erst abzuwarten
Denn von Dünen, wie wir wissen
Rodelt sich nicht nur beschissen
Es hat auch wenig Sinn, im heißen
Wüstengrund mit Staub zu schmeißen
Vergnügen fehlt auch auf dem Fluss
Wenn man vorm Wasser flüchten muss
Das wiederum woanders fehlt
Weil dort ein Jahr kein Regen fällt
Drum lasst uns hüpfen wie die Kinder
Im vielleicht schon letzten Winter
Durch den Altschnee, bis wir beben
Und uns bläulich draus erheben
Sodann heißt es beim Klimawandeln
Eiskalt und entschieden handeln.
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen
meistkommentiert