Die Wahrheit

Klassisches Gespräch

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die Leserschaft an einem Poem über ein Gespräch der Herren Goethe und Schiller erfreuen.

Statuen von Goethe und Schiller.

Foto: ap

Schiller sprach, er finde Kant

Fulminant und sehr prägnant.

Goethe dachte lange nach

Und versetzte endlich: „Ach!“

Lessing, meinte Schiller jetzt,

Sei doch ziemlich überschätzt.

Goethe griff zum Glas Bordeaux,

Trank und brummte dann: „Soso!“

Schlegel, tat nun Schiller kund,

Sei ein rechter Schweinehund.

Goethe nahm noch einen Schluck,

Dann bemerkte er: „Na guck!“

Lenz, so Schiller, sei passé,

Goethe gab zurück: „Ach nee!“

Hölderlin sei leider halt,

Ätzte Schiller, durchgeknallt.

Goethe sagte nichts, stattdessen

Hat er eine Wurst gegessen.

Kleist, rief Schiller, sei der Größte.

Goethe, der inzwischen döste,

Wachte auf und sprach: „Na fein.“

Hierauf schlief er wieder ein.

Die Wahrheit auf taz.de

Einmal zahlen
.

ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit. Sie hat den ©Tom. Und drei Grundsätze.

Wenn Sie bei der taz anrufen, bekommen Sie keine gewöhnliche Warteschleife zu hören. Bei uns liest die Wahrheit ihre Gedichte vor!

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben