Der Trikotsponsor des FC Schalke 04

Tönnies steht zu Gazprom

Der Vorstandsvorsitzende des Bundesligisten betont die gute Arbeit mit dem umstrittenen Sponsor. Und pflegt das Verhältnis zu Wladimir Putin.

Krim-Krise? Schalke und Gazprom haben nur ein Problem: Cristiano Ronaldo´s Torhunger. Bild: dpa

GELSENKIRCHEN dpa | Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 will die Zusammenarbeit mit Trikotsponsor Gazprom trotz aufkommender Kritik fortsetzen. „Ich sehe da überhaupt kein Problem, für mich ist da Null Komma Null zu beanstanden. Gazprom ist ein starker und zuverlässiger Partner, dem das Wohlergehen von Schalke am Herzen liegt“, sagte Clemens Tönnies, Vorstandsvorsitzender des Revierclubs, der „Bild“.

Nach Meinung des Unternehmers soll „der Sport grundsätzlich aus der Weltpolitik herausgehalten“ werden. „Ich finde, dass beispielsweise Olympia-Boykotte nie wirklich etwas bewirkt haben“, kommentierte Tönnies.

Die Schalker hatten bereits in der Vorwoche Forderungen des FDP-Europapolitikers Alexander Graf Lambsdorff nach einem Verzicht auf das Logo des russischen Energiekonzerns zurückgewiesen. Dazu hatte Lambsdorff den Verein angesichts des russischen Vorgehens auf der Krim aufgefordert.

Sein freundschaftliches Verhältnis zu Präsident Wladimir Putin will Tönnies trotz der Krim-Krise nicht überdenken: „Ich bin kein Weltpolitiker. Aber wir freuen uns, wenn wir uns sehen. Er erkundigt sich dann auch immer nach Schalke. Wir haben ein gutes Verhältnis - dazu stehe ich.“

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