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CEO-Vergütung in den USA312 Mal mehr als ein mittleres Gehalt

Die Managergehälter der Top 500 börsennotierten Unternehmen in den USA steigen im Durchschnitt auf 22,8 Millionen Dollar im Jahr 2025 – ohne Elon Musk.

Die Führungskräfte der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen erhielten im Jahr 2025 eine durchschnittliche Vergütung von umgerechnet 19,6 Millionen Euro und damit 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Das zeigt eine Analyse des US-amerikanischen Gewerkschaftsdachverbands AFL-CIO.

Um die Gesamtvergütung der CEOs zu berechnen, haben die Ana­lys­t*in­nen mehrere Komponenten zusammengezählt: das Gehalt plus erhaltene Boni und weitere zusätzliche Vergütungen. Außerdem zählt dazu, um wie viel die Rentenansprüche der Vorstände gewachsen sind, sowie der Wert der Unternehmensaktien, die sie zugeteilt bekommen haben.

Die Rentenansprüche und der Wert der Aktien beschreiben also nicht die tatsächliche Vergütung des CEOs in diesem Jahr, sondern zeigen, welches Vermögen er oder sie sich durch die Tätigkeit aufbauen kann.

Nach dieser Berechnung führt Tesla-Chef Elon Musk die Liste mit einer jährlichen Vergütung von rund 136 Milliarden Euro im Jahr 2025 an. Ihm folgt der Direktor des Immobilieninvestmentfonds Welltower mit 705,3 Millionen Euro Jahreseinkommen. In den Berechnungen zum Durchschnittsgehalt der Top-Manager*innen haben die Analysten des Gewerkschaftsbunds Musk deshalb herausgerechnet, sonst läge es statt bei 19,6 bei 292,2 Millionen Euro.

Ungleichheit in den USA und Europa wächst

Die CEO-Vergütungen nach Berechnungen der AFL-CIO liegen deutlich höher als die der europäischen Top-Managerinnen und Vorstände, die Oxfam vor kurzem berechnete. In Europa verdienten sie im Schnitt 5,9 Millionen Euro im Jahr und damit 160 Mal mehr als eine durchschnittliche Ar­beit­neh­me­r*in im Betrieb. In den USA sind es nach dem Rechenmodell des AFL-CIO 312 Mal mehr – ohne Einbeziehung von Elon Musk. Mit Musk läge der Kurs bei 5.387 zu 1.

Die Vergütung von Führungskräften hat einen neuen, beschämenden Höchststand erreicht

Fred Redmond, Gewekschaftsbund AFL-CIO

Die durchschnittliche Ar­bei­te­r*in bezeichnet in beiden Fällen das Mediangehalt – also die Mitte aller Gehaltsklassen. Im Gegensatz zum Durchschnittsgehalt, das durch große Ausreißer verzerrt wird, kann es aussagekräftiger sein, um zu verdeutlichen, was eine durchschnittliche Ar­beit­neh­me­r*in verdient.

Insgesamt ist in den USA wie in Europa die Ungleichheit größer geworden. „Die Vergütung von Führungskräften hat einen neuen, beschämenden Höchststand erreicht“, kommentierte Fred Redmond, Sekretär und Schatzmeister der AFL-CIO. „Unterdessen haben arbeitende Ame­ri­ka­ne­r*in­nen Mühe, ihre Kinder zu ernähren und ihre Stromrechnungen zu bezahlen.“

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