Bombenexplosion in West-Afghanistan: Taliban töten sechs Zivilisten

Innerhalb nur einer Woche sind am Hindukusch mindestens 17 Menschen durch Sprengsätze gestorben. 2016 kam es dadurch zu über 2.000 Toten und Verletzen.

Sicherheitskräfte verteilen sich am Ort einer Bombenexplosion

Auch in Gardez haben die Taliban zugeschlagen und im Juni fünf Menschen durch Sprengstoff getötet Foto: dpa

KABUL dpa | Bei der Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe sind in der entlegenen westafghanischen Provinz Farah sechs Zivilisten getötet worden. Weitere sechs seien verletzt worden, als ihr Auto am Dienstag im Bezirk Scheba Koh auf den Sprengsatz auffuhr, sagte Provinzsprecher Mohammed Naser Mehri am Mittwoch.

An Straßen versteckte improvisierte Sprengsätze – sogenannte IEDs (improvised explosive device/unkonventionelle Sprengvorrichtung) – sind ein Hauptgrund für die steigende Zahl ziviler Opfer in Afghanistan.

Die radikalislamischen Taliban legen sie zu Tausenden. Sie wollen Truppenbewegungen behindern, aber öfter sind Zivilisten die Opfer. 2016 waren IEDs die zweitgrößte Ursache für zivile Opfer und töteten und verletzten mindestens 2156 Menschen.

Mit dem jüngsten Vorfall ist die Zahl der Opfer solcher Sprengfallen innerhalb von einer Woche auf mindestens 17 gestiegen. Erst am Montag waren im südafghanischen Kandahar vier Menschen ums Leben gekommen. Vor fünf Tagen starben in der ostafghanischen Provinz Nangarhar sieben Menschen bei einer IED-Explosion.

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob sie dieses Element auch sehen wollen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de