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Blockade von Rheinmetall-Werk in BerlinMit Klebstoff gegen Rüstungsproduktion

Am Dienstagmorgen wurde vor dem Firmengelände des Rüstungskonzerns Rheinmetall demonstriert. Neun Personen hatten sich auf der Straße festgeklebt.

dpa | Vor dem Firmengelände des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Berlin-Wedding haben sich am Dienstagmorgen mehrere Menschen auf der Straße festgeklebt. Einsatzkräfte der Polizei wurden um 5.30 Uhr alarmiert und begannen vor Ort, Demonstranten von der Straße zu lösen, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Von 11 Protestierenden haben sich nach ihren Angaben 9 auf der Fahrbahn festgeklebt. Die Polizei sei zwischenzeitlich mit etwa 90 Kräften vor Ort gewesen, so die Sprecherin. Es werde wegen Nötigung sowie wegen des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen aufgrund von Ausrufen ermittelt.

Rheinmetall hatte im Sommer dieses Jahres die Rüstungsproduktion am Standort des ehemaligen Werks des Autozulieferers Pierburg aufgenommen. Statt Autoteile werden dort nun Patronenhülsen hergestellt. Seither gab es immer wieder Proteste gegen das Werk, an denen sich auch die Aktivistin Greta Thunberg beteiligte.

Zu der Aktion am Dienstag vor dem Rheinmetall-Gelände hatte nach eigenem Bekunden die Gruppe „Peacefully Against Genocide“ aufgerufen (deutsch: „friedlich gegen Völkermord“). Es habe auch vor anderen Rüstungsstandorten in unterschiedlichen Bundesländern ähnliche Aktionen gegeben, teilte die Gruppe mit. Mehr als 70 Menschen hätten sich insgesamt an den Aktionen beteiligt. Sie wolle damit gegen Waffenlieferungen aus Deutschland an die israelische Armee protestieren.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Gruppe in Berlin mit solchen Aktionen protestiert. In den vergangenen Monaten kam es deswegen mehrfach zu Polizeieinsätzen vor dem Rheinmetall-Gelände. Im März protestierte dieselbe Gruppe wie am Dienstag mit einer Aktion auf dem Dach der Fabrik. Im Juli fanden an dreitägigen Aktionstagen die bisher größten Proteste gegen die Rheinmetall-Fabrik statt.

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3 Kommentare

  • Il_Leopardo

    Ja Menschenskind, Leute, nicht immer nur an die armen Menschen denken, die da in Palästina durch das israelische Militär niederkartätscht werden - denkt doch auch mal an die Arbeiter von Rheinmetall. Die sind auf ihren Lohn angewiesen - haben Frauen und Kinder, die versorgt werden wollen.

    • sollndas

      @Il_Leopardo:

      ... und an die Ukraine, wo unsere westlichen Werte verteidigt werden.

      • Il_Leopardo

        @sollndas:

        Ich hoffe, Sie haben die Ironie bemerkt!