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Bitkom-Zahlen zum MobiltelefonmarktSmartphones dürfen länger leben

Einer Umfrage des Branchenverbands zufolge nutzen mehr Menschen in Deutschland ihre Handys zwei Jahre und mehr. Zugleich steigen die Preise.

Nanja Boenisch

Aus Berlin

Nanja Boenisch

Der Akku aus umweltschädlich abgebautem Kobalt, das Plastikgehäuse aus Erdöl, der Speicherchip aus Siliziumwafer, hergestellt mit viel Wasser und Energie: Dass neue Smartphones meist keine gute Umweltbilanz haben, ist kein Geheimnis. Ein kleines bisschen Hoffnung machen nun die Ergebnisse einer Umfrage, die der Digitalverband Bitkom am Dienstag in Berlin vorgestellt hat: Die Smartphones der Menschen in Deutschland leben demnach länger. 23 Prozent der Befragten nutzen ihr Gerät schon seit zwei Jahren oder mehr – noch 2021 traf das nur auf 8 Prozent zu.

Gleichzeitig gaben mehr als die Hälfte der Ver­brau­che­r:in­nen an, erst in den vergangenen 12 Monaten ein neues Smartphone gekauft zu haben. Immerhin sank der Anteil im Vergleich zur Befragung vor einem Jahr von 60 auf 55 Prozent. Auch der Absatz ging von 22,2 Millionen verkaufter Smartphones im Jahr 2021 auf 21,6 Millionen im letzten Jahr zurück. Außerdem achten laut Bitkom immer mehr Menschen beim Kauf darauf, dass das Gerät länger nutzbar ist.

„Smartphones lassen sich unter anderem länger zuverlässig und sicher nutzen, weil die Hersteller inzwischen länger Updates anbieten“, sagte Markus Haas, Telefónica-Chef und Mitglied des Bitkomvorstands, bei der Präsentation der Zahlen. Bei den Updates bleibe vor allem Luft nach oben, wenn es um die Sicherheit von Android-Geräten geht: Aktualisierte Versionen der Software (Android 10 oder neuer) könnten auf älteren Handys mitunter nicht installiert, die Sicherheitslücken des alten Betriebssystems also nicht geschlossen werden. In solchen Fällen, empfahl Haas, sollten Nut­ze­r:in­nen auf neue Geräte umsteigen.

Neue Handys seien ihrerseits „hochwertiger, leistungsfähiger und weniger reparaturanfällig als früher“, so der Vorsitzende. Das lassen sich die Hersteller allerdings auch immer teurer bezahlen: Der Durchschnittspreis eines neuen Smartphones stieg von 549 Euro auf 563 Euro.

Mobilfunknetz schnell und einfach ausbauen

Weil fast alle Befragten mit ihren Geräten das Internet nutzen und der Bedarf an Datenvolumen größer wird, betonte Haas, wie wichtig der Ausbau des Mobilfunknetzes sei: „Bis ein Bauantrag für einen Mobilfunkmast genehmigt ist, vergehen in Deutschland bis zu 14 Monate.“ Verfahren zur Planung und Genehmigung müssten einfacher und schneller werden. Bund und Länder hätten einen Beschleunigungspakt geplant – der jedoch lasse bisher auf sich warten.

Der Vorschlag des Bitkom: Nach Ablauf einer Frist von drei Monaten könnte automatisch eine Genehmigung für den Bau eines Mobilfunkstandortes erteilt werden. Behörden hätten im Zweifelsfall nachträglich die Möglichkeit, Änderungen vorzunehmen.

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1 Kommentar

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  • Senza Parole

    Der Herr Haas sollte sicher besser um seinen eigenen Laden (Telefonica) kümmern.



    Der ist die größte Servicewüste Deutschlands. Soviel Inkompetenz dort ist unbeschreiblich.