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Beziehungsgewalt im Fokus

Die Staatsanwaltschaft bündelt die Ermittlungen zu Delikten in Partnerschaften und stockt Stellen auf

Aktuelle Zahlen zeigen einen kontinuierlichen Anstieg der Taten in dem Bereich

Die Staatsanwaltschaft bekommt eine neue Sonderabteilung für Beziehungsgewalt. Die Abteilung werde neun volle Stellen umfassen, teilte die Justizbehörde am Mittwoch mit. Bislang seien Beziehungsgewalttaten in fünf verschiedenen Abteilungen bearbeitet worden, wobei sich die Mit­ar­bei­te­r*in­nen auf vier vollen Stellen ausschließlich um diese Art von Straftaten kümmerten. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Verfahren in diesem Bereich deutlich an.

„Beziehungsgewalt ist alltäglich und zeigt sich in vielen schlimmen Formen. Frauen und Kinder werden überdurchschnittlich häufig Opfer“, erklärte Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne). Sie fügte hinzu: „Häusliche Gewalt wird in Hamburg konsequent verfolgt. Die Staatsanwaltschaft stellt sich nun noch besser auf.“

Aktuelle Zahlen für Hamburg zeigen nach Angaben der Justizbehörde einen kontinuierlichen Anstieg der Verfahren im Bereich der Beziehungsgewalt. Für das vergangene Jahr habe die Staatsanwaltschaft 6.936 Verfahren im Bereich der Beziehungsgewalt gemeldet. Im Jahr 2019 seien 5.850 Verfahren eingeleitet worden.

Der Begriff der Beziehungsgewalt ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht gleichzusetzen mit dem enger gefassten Begriff der häuslichen Gewalt. „Beziehungsgewalt ist gerade nicht auf den häuslichen Bereich und damit zumeist engsten Familienkreis der häuslichen Gemeinschaft beschränkt“, erklärte Oberstaatsanwältin Nana Frombach. Unter den Begriff „Beziehungsgewalt“ fielen auch Körperverletzungen, Nötigungen und Bedrohungen von Verwandten, die nicht zusammenleben. Neben Paarbeziehungen würden auch Auseinandersetzungen zwischen Geschwistern, zwischen Eltern und erwachsenen Kindern oder auch zwischen anderen Verwandten dazugerechnet. (dpa)

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