Berliner Olympiapläne immer skurriler : Rad ab!
Olympia? Besser nicht die Berliner fragen, meint der Senat. Aber über den Ort für die Mountainbike-Medaillen machen sie sich schon konkrete Gedanken.
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A lso doch nicht die Arkenberge. Wer Gold, Silber oder Bronze gewinnt, soll sich nicht in den Erhöhungen dieser gleichnamigen Ortslage im nördlichen Teil von Pankow entscheiden. Wegen eines Bauprojekts.
Gold, Silber, Bronze? Ja, genau: In Arkenberge, was wiederum zum Ortsteil Blankenfelde gehört, hatte man sich schon genaue Gedanken gemacht, wie bei Olympischen Spielen in Berlin Mountainbiker um Medaillen fahren sollten. Was ja angesichts vorwiegender Flachlandlage auch keine einfache Entscheidung ist. Oder wiederum doch, weil es ja eben nicht allzu viele Berge – weil Mountain-Bike – und damit wenig Auswahl gibt.
Dabei ist ja alles andere als klar, ob Berlin überhaupt in die Nähe einer Bewerbung für Olympische Spiele kommt, egal ob für 2036, 2040 oder 2044. Denn wer die für Deutschland einreichen darf, entscheidet sich nicht im Roten Rathaus bei Regierungschef und Olympia-Freund Kai Wegner von der CDU. Zuständig ist vielmehr eine Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) im September.
Vor dieser Entscheidung gibt es gerade wie beim Radeln eine Art Ausscheidungsfahren. Denn anders als in Berlin gibt es bei sämtlichen anderen Interessenten vor dieser DOSB-Entscheidung Abstimmungen, ob die jeweilige Einwohnerschaft das überhaupt will. In München ist das schon Ende Oktober mit großer Zustimmung geschehen, in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen, die eine Rhein-Ruhr-Bewerbung tragen sollen, steht das in zehn Tagen an, in Hamburg Ende Mai.
Berlin hatte sogar eine Skipiste
Was Berlin Hoffnung machen kann und die Bemühungen der hiesigen MTB-Freunde doch nicht ganz sinnlos erscheinen lässt: In Hamburg ist die Unterstützung laut einer jüngsten Umfrage auf nur 41 Prozent gesunken. Und wenn dann noch an Rhein und Ruhr bloß eine der größeren tragenden Städte wie Köln doch nicht mitmachen will, wird das dort auch nichts. Berlin muss dann nur noch darauf hoffen, dass der DOSB – warum auch immer – Bayern-Vorbehalte hat.
Dann wird wieder relevant, welcher Berg denn die bis zu 122 Meter hohen Arkenberge ersetzen soll. Nach jetzigen Überlegungen ist es der 102 Meter hohe Kienberg in Marzahn. Dass es dort, an den Gärten der Welt, auch eine Seilbahn über den Berg gibt, könnte ein Argument sein, muss aber nicht – beim Mountainbike-Fahren geht es ja nicht allein ums Runterrasen, sondern auch ums Raufstrampeln.
Gar nicht im Rennen ist ein anderer, gerne von MTBlern genutzter Ort: der Teufelsberg, bei dem sich von der ehemaligen Radarstation sogar eine Skipiste runterfahren lässt. Der könnte immerhin damit werben, schon mal Schauplatz eines internationalen Sportereignisses gewesen zu sein: 1986 fuhren dort schon Sportler bei einem ein Weltcup-Rennen runter – allerdings auf Slalom-Ski und nicht auf Fahrradreifen.
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