Ausländerfeindliche Attacke in Bremen: Angriff in der Innenstadt
Eine Gruppe soll in der Nacht zum Donnerstag in Bremen vier junge Männer aus Afghanistan geschlagen haben. Der Staatsschutz ermittelt.
Wegen eines ausländerfeindlichen Angriffs auf vier junge Afghanen in der Innenstadt ermittelt der Staatsschutz. Nach Angaben der Polizei hat eine Gruppe von Männern die vier im Alter zwischen 15 und 24 Jahren in der Nacht zum Donnerstag gegen ein Uhr in der Hohen Straße nahe der Sankt-Johann-Kirche „bedrängt und geschlagen“.
Dabei erlitten zwei von ihnen Schürfwunden, hätten aber auf einen Rettungswagen verzichtet, so die Polizei. Wer den Notruf abgesetzt hatte, konnte die Polizei am Freitag nicht sagen. In jedem Fall hätten die Täter noch im Beisein der Polizist*innen „Scheiß Flüchtlinge“ gerufen.
Vier der mutmaßlichen Täter hätten die Einsatzkräfte stellen können, im Alter von 26, 27, 28 und 32 Jahren. Eine Sprecherin sagte der taz, diese seien bisher nicht einschlägig polizeibekannt. Weitere Verdächtige sollen kurz nach dem Angriff in ein schwarzes Auto gestiegen und davongefahren sein. Um wie viele Angreifer es sich gehandelt habe, ist nicht bekannt, die Polizei geht von etwa zehn Personen aus.
Die Staatsanwaltschaft und der Staatsschutz der Polizei Bremen prüfen derzeit die ausländerfeindlichen Motive.
Nach einem Bericht des Innensenators über Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit im Land Bremen aus 2018 gab es zwischen 2013 und 2017 29 rechtsextremistisch motivierte Gewaltstraftaten, 13 davon in 2016. Der Bericht beschreibt eine Zunahme von „fremdenfeindlichen, rassistischen und antisemitisch motivierten Delikten“ seit 2015.
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