: „Anwalt der Armen“
Deutsche Politikerinnen und Politiker reagieren in Stellungnahmen auf den Tod des Papstes. Selbst die sonst kirchenkritische Linke zollt Franziskus ihren Respekt. Nur die AfD äußert sich schmallippig
Deutsche Politikerinnen und Politiker aller Parteien haben dem verstorbenen Papst Franziskus am Montag höchsten Respekt gezollt. Die meisten hoben insbesondere seinen Einsatz für die Schwachen der Gesellschaft und seine menschlichen Qualitäten hervor.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach von einem „bedeutenden Papst“, für dessen „segensreiches Wirken“ die Welt dankbar sein könne. Der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schrieb auf X, Franziskus habe mit seinem Pontifikat „Menschen weltweit und über Konfessionsgrenzen hinweg“ berührt. Noch-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) würdigte Franziskus als „einen Fürsprecher der Schwachen, einen Versöhner und warmherzigen Menschen“.
Auch Noch-Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) würdigte das soziale Engagement und den Mut des Papstes. „Er mischte sich ein, rang für das Soziale und Menschliche“, schrieb sie. „Seine Botschaft war für das Hier und Jetzt, auch mal kontrovers, nie auf das Pastorale beschränkt.“ Franziskus habe damit auch „seine Kirche“ immer wieder herausgefordert.
Die Linkspartei, sonst für ihre kirchenkritische Position bekannt, zollte dem Papst ebenfalls Respekt. Parteichef Jan van Aken rühmte ihn als „Anwalt der Armen und Ausgegrenzten“ und fügte hinzu: „Er sprach über Kriege und deren Funktion für das kapitalistische System ebenso wie über den menschenverachtenden Charakter einer Gesellschaftsordnung, die nicht an den Bedürfnissen der Menschen, sondern an der Maximierung des Profits ausgerichtet ist.“
AfD-Chefin Alice Weidel äußerte sich zurückhaltender. Auf X verzichtete sie auf eine Würdigung und schrieb lediglich: „Nach langer Krankheit verstarb Papst Franziskus am heutigen Ostermontag. Wir sprechen unser Beileid aus.“
CSU-Chef Markus Söder zeigte sich „tief betroffen“ über den Tod des Papstes. Auf X erinnerte der bayerische Ministerpräsident an zwei seiner Begegnungen mit Franziskus. „Es waren immer große und bewegende Momente“, schrieb Söder. „Der Papst kannte und mochte auch Bayern sehr.“ (bax, afp)
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