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Angriff in MontenegroEnthüllungsjournalistin angeschossen

Olivera Lakic ist nicht das erste Opfer eines Angriffs auf JournalistInnen in Montenegro. Die EU und Menschenrechtsorganisationen fordern Aufklärung.

AFP | In Montenegro ist die Enthüllungsjournalistin Olivera Lakic zum zweiten Mal innerhalb eines Monats angegriffen worden. Lakic wurde nach Angaben der Polizei am Dienstag in der Hauptstadt Podgorica am rechten Bein angeschossen, die Verletzung ist aber nicht lebensgefährlich. Die Polizei sperrte die wichtigsten Straßen von Podgorica, um den Angreifer zu fassen. Dieser konnte zunächst aber nicht festgenommen werden.

Ein Mann habe sich ihr vor ihrem Haus genähert und „auf das Bein geschossen“, erzählte Lakic dem Chefredakteur ihrer Zeitung Vijesti. Zwei weitere Männer seien weggerannt. „Ich bin sprachlos. Wie lange passiert so etwas noch in Montenegro?“ Es handelte sich um den insgesamt dritten Angriff auf die Journalistin.

Erst im vergangenen Monat war eine Bombe vor dem Haus eines bekannten Reporters in der nördlichen Stadt Bijelo Polje explodiert. Während der vergangenen 15 Jahre wurden in Montenegro insgesamt rund ein Dutzend Angriffe auf Journalisten verübt. Keine der Taten wurde bislang aufgeklärt.

Die EU, in der Montenegro bis zum Jahr 2025 Mitglied werden will, sowie internationale Menschenrechtsorganisationen drängten die Behörden Montenegros zur Aufklärung der Angriffe.

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