Angriff auf Linken-Jungpolitiker: Im Park mit der Flasche attackiert
In Lichtenberg wurde der Sprecher der örtlichen Linksjugend, Lasko Schleunung, überfallen. Er steht seit Jahren im Visier von örtlichen Neonazis.
In Lichtenberg ist in der vergangenen Nacht der Sprecher der örtlichen Berliner Linksjugend, Lasko Schleunung, erneut brutal überfallen worden. Die Linkspartei geht von einem Übergriff von Rechtsextremen aus.
Der Polizei zufolge war der 19-Jährige gegen Mitternacht zu Fuß im Nibelungenpark unterwegs, als ihm ein Mann entgegenkam. Nachdem ihn der Unbekannte passiert hatte, soll er den Jungpolitiker zunächst beleidigt und dann mit einer Glasflasche beworfen haben, die Schleunung am Hinterkopf traf. Er musste demnach in den Park flüchten. Passant:innen riefen den Krankenwagen, Schleunung musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Ermittlungen aufgenommen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes.
Seit Jahren ist Schleunung rechten Anfeindungen im Bezirk ausgesetzt. Erst vergangenes Jahr wurde der Linken-Politiker rücklings niedergeschlagen, damals erlitt er ein Schädel-Hirn-Trauma. Der mutmaßliche Grund: Schleunung engagiert sich im Kiez seit Jahren gegen rechts – und ist eine entsprechende Zielscheibe. Immer wieder wurde er in den vergangenen Jahren attackiert, 2025 tauchten auch Briefe mit Morddrohungen in der Partei-Geschäftsstelle gegen ihn auf.
Laschko Schleunung
Bjoern Tielebein, Landesgeschäftsführer der Berliner Linken, sagte, er sei „geschockt vom neuerlichen Angriff auf unseren Genossen“. Von einem extrem rechten Hintergrund der Tat sei auszugehen. „Sollte sich dies bestätigen, reiht sich dieser Vorfall in eine Kette zunehmender nazistischer Gewalt in Berlin ein“, sagt Tielebein. Gerade im kommenden Wahlkampf rechne die Partei mit verstärkten Anfeindungen gegen Wahlhelfende und Kandidierende.
Auch Schleunung selbst äußerte sich. „Ich bin im Krankenhaus, aber ich bin nicht gebrochen“, sagte er. Stattdessen gibt er sich kämpferisch: „Faschisten werden niemals bestimmen, wer sich auf unseren Straßen sicher bewegen darf und wer nicht.“
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