Angedrohter Austritt aus Atomabkommen: Iran warnt USA vor Folgen
Trump droht, sich aus dem internationalen Abkommen zurückzuziehen. Die Reaktion auf einen US-Austritt werde „unangenehm“, sagt Irans Außenminister Sarif.
rtr | Der Iran hat die USA vor den Folgen eines Austritts aus dem internationalen Atomabkommen mit der Islamischen Republik gewarnt. Der Iran habe in einem solchen Fall mehrere Optionen, sagte Außenminister Dschawad Sarif laut staatlichem Fernsehen am Donnerstag in New York.
Die Reaktion auf einen US-Austritt werde „unangenehm“. Der Iran hat angekündigt, sich an das Abkommen zu halten, solange es von den anderen Parteien respektiert werde. Sollten die USA austreten, sei es hinfällig.
Das Atomabkommen hatten die fünf UN-Veto-Mächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland mit dem Iran ausgehandelt. Die Vereinbarung von 2015 sieht vor, dass der Iran sein Atomprogramm einschränkt. Im Gegenzug werden die meisten Strafmaßnahmen aufgehoben.
US-Präsident Donald Trump hat die europäischen Unterzeichnerstaaten aufgefordert, von ihm ausgemachte Fehler in dem Vertragswerk zu beseitigen. Ansonsten würden die USA sich aus dem Abkommen zurückziehen.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen
meistkommentiert