Aktuelle Nachrichten in der Coronakrise: Wanderwitz fürchtet Infektionswelle

Der Ostbeauftragte warnt, die Coronasituation in den neuen Bundesländern könne sich schnell verschlechtern. Neuseeland hebt den landesweiten Lockdown auf.

Ein Mann im Anzug

Fürchtet eine Situation wie im vergangenen Herbst: Ostbeauftragter Marco Wanderwitz Foto: dpa

Wanderwitz warnt vor Corona-Katastrophe im Osten

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung warnt vor stark steigenden Corona-Fallzahlen in den neuen Bundesländern.“Wenn die Schulferien in allen fünf neuen Ländern zu Ende sind, werden die Infektionszahlen mit großer Sicherheit deutlich steigen“, sagt Marco Wanderwitz (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagausgaben).

Ein grund sei, dass das Virus gerade im Osten auf eine im Vergleich zum Westen hohe Zahl von Ungeimpften treffe. Aber auch deshalb, weil hier die Zahl derjenigen groß sei, die die Schutzmaßnahmen verweigerten. „Ich rechne damit, dass die Inzidenzen im Osten in wenigen Wochen höher sein werden als jetzt im Westen. Ich fürchte, es wird dann kein Halten geben und wir werden ähnlich dramatische Verhältnisse habe wie im vergangenen Herbst.“ (rtr)

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Fast 5.000 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut meldet 4.749 neue Positiv-Tests. Das sind 190 mehr als am Montag vor einer Woche, als 4.559 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 84,3 von 83,1 am Vortag.

Acht weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.354. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als vier Millionen Corona-Tests positiv aus. (rtr)

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Neuseeland hebt Lockdown auf

Neuseeland hebt den landesweiten Lockdown nach drei Wochen weitgehend wieder auf. Die Beschränkungen würden ab Mittwoch gelockert, sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Montag. Lediglich in der Großstadt Auckland auf der Nordinsel, dem Zentrum des derzeitigen Ausbruchs, würden die Regeln zunächst weiter gelten, so Ardern.

Die Regierung in dem Inselstaat hatte am 18. August nach der Entdeckung eines einzigen Corona-Falls einen landesweiten Lockdown verhängt. Ende August wurden zeitweise mehr als 80 Fälle am Tag verzeichnet. Mittlerweile ist die Zahl aber auf etwa 20 gesunken.

Einige Regeln sollen dennoch weiter bestehen bleiben. So müssen die Bürger jetzt in Innenräumen Masken tragen. Zudem dürfen sich in geschlossenen Räumen nur noch maximal 50 Personen versammeln, im Freien bis zu 100 Personen.

Neuseeland hat lange eine Null-Covid-Strategie verfolgt, so dass die Menschen weitgehend normal leben konnten – monatelang auch ohne obligatorische Masken. Die hochansteckende Delta-Variante habe „das Spiel aber verändert“, betonte Ardern. „Um das Virus zu schlagen, müssen wir jetzt auch unseren Spielplan ändern.“

Das Land im Südpazifik hat sich seit März 2020 weitgehend von der Außenwelt abgeschottet. Nur noch Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz im Land dürfen einreisen. Neuseeland gilt weltweit als Vorzeigestaat im Kampf gegen die Pandemie. Bislang wurden nur rund 3700 Infektionen bestätigt, 27 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. 1,3 Millionen der fünf Millionen Einwohner sind mittlerweile vollständig geimpft. (dpa)

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