Aktuelle Entwicklungen in der Coronakrise: 36 PatientInnen aus Nachbarländern

36 an Covid-19 Erkrankte aus Nachbarländern liegen auf deutschen Intensivstation. Russlands Impfstoff „Sputnik V“ ist angeblich zu 92 Prozent wirksam.

Eine Krankenpflegerin steht in einem Krankenhausflur und macht sich den Schutzanzug fest

Eine Krankenpflegerin auf der Covid-19-Station im Berliner Krankenhaus Bethel Foto: dpa

Grenzüberschreitende Intensivbehandlung

Seit Beginn der zweiten Corona-Welle sind bereits 36 Patienten aus den Nachbarländern in deutsche Krankenhäuser verlegt worden. Wie das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin mitteilte, handelt es sich dabei um 25 Belgier und drei Niederländer, die in nordrhein-westfälische Kliniken kamen, sowie um acht Menschen aus der französischen Region Grand Est, die ins Saarland überstellt wurden.

Viele europäische Länder sind derzeit deutlich schwerer von der Corona-Pandemie betroffen als Deutschland. Deshalb hatten verschiedene Bundesländer die Aufnahme ausländischer Patienten angeboten. Eine ähnliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit gab es bereits bei der ersten Erkrankungswelle. So waren im Frühjahr etwa 130 Corona-Patienten aus französischen Krankenhäusern nach Deutschland verlegt worden. (dpa)

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„Sputnik V“ zu 92 Prozent wirksam

Der von Russland entwickelte Corona-Impfstoff „Sputnik V“ ist nach vorläufigen Ergebnissen aus Moskau zu 92 Prozent wirksam. Das teilte der staatliche Direktinvestmentfonds am Mittwoch mit, der das Vakzin mitfinanziert und im Ausland vermarktet. Die Berechnung basiere auf 20 bestätigten Coronafällen unter 16.000 Menschen, die entweder mit dem Serum geimpft worden seien oder ein Placebo erhalten hätten. Das sind vergleichsweise wenig Fälle, um eine Wirksamkeit zu bestimmen. (dpa)

11.11. fällt aus

Keine „Alaaf“-Rufe, keine Kostüme und erst recht kein Kölsch oder Schnaps – coronabedingt still hat die fünfte Jahreszeit am Mittwoch in Köln begonnen. Statt bunt verkleideten Jecken zogen um 11.11 Uhr uniformierte Polizisten durch die Innenstadt. Wegen der Corona-Pandemie waren alle öffentlichen Feiern zum traditionellen Beginn der Karnevalssession am Elften im Elften verboten.

„Der Verzicht auf die Sessionseröffnung und damit einem geliebten Teil der Kölner Tradition trifft viele Menschen direkt ins Herz“, erklärte der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob noch am Dienstagabend. Dennoch appellierte er an die Jecken, am Mittwoch auf einen Besuch in der Stadt zu verzichten.

Bereits am Morgen kontrollierten mehrere Hundertschaften die Einhaltung der Coronaregeln und des im ganzen Stadtgebiet geltenden Alkoholverbots. Gleichzeitig war die Polizei im rechtsrheinischen Stadtteil Deutz bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Einsatz. Die angemeldete Versammlung durfte nur unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln stattfinden. Derzeit bedeutet das: Nicht mehr als 100 Teilnehmer und strikte Maskenpflicht.

Absperrungen für den „Karnevalsauftakt“ rund um die Zülpicher Straße Foto: dpa

Über 18.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet 18.487 Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden. Damit liegt die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen bei 705.687. Die Zahl der Todesfälle steigt nach Angaben des RKI um 261 auf 11.767. (rtr)

70 Prozent der Deutschen bis zum Sommer geimpft?

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech hält das Ziel der Bundesregierung für realistisch, bis zum Sommer 70 Prozent der Bürger in Deutschland gegen Covid-19 geimpft zu haben. „Wir werden unser Bestes tun, damit das funktioniert. Wenn alle Fabriken hochlaufen, sollte es möglich sein, das Ziel zu erreichen“, sagt der Finanzvorstand des Unternehmens, Sierk Poetting, den Stuttgarter Nachrichten. In Hinblick auf die Zulassung des Impfstoffs in der EU sagte Poetting, „dass ein Termin noch im Jahre 2020 im Rahmen des theoretisch Möglichen ist“. Biontech, das mit seinem Corona-Impfstoff kurz vor der weltweiten Zulassung steht, könne „jedenfalls in diesem Jahr noch bis zu 50 Millionen Impfdosen liefern“. (rtr)

Rekordwert an Neuinfektionen in den USA

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters verzeichnen die USA zum siebten Mal in Folge einen Rekordwert bei den täglichen Ansteckungen. Mindestens 134.000 Menschen wurden binnen 24 Stunden positiv auf das Virus getestet. 1.450 weitere Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Das ist die höchste Zahl an Todesfällen innerhalb eines Tages seit August. 61.471 Patienten befinden sich derzeit in den USA zur Behandlung von Covid-19 im Krankenhaus. (rtr)

„Travel Bubble“ zwischen Singapur und Hongkong

Zwischen Singapur und Hongkong wird das Reisen erleichtert. Ab dem 22. November werde das Reisen in einer sogenannten isolierten Reisezone („travel bubble“) zwischen der chinesischen Sonderverwaltungszone und dem Stadtstaat ohne Beschränkungen oder Quarantänepflicht ermöglicht, teilt die Flugregulierungsbehörde in Singapur mit. Voraussetzung sei ein negativer Coronatest. Cathay Pacific und Singapore Airlines werden die Strecke bedienen. (rtr)

Mehr als 15.000 Nerze in den USA am Coronavirus gestorben

Mehr als 15.000 Nerze sind nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in den Vereinigten Staaten seit August an dem Coronavirus gestorben. Etwa ein Dutzend Farmen stünden unter Quarantäne, während die Fälle untersucht werden. „Das wird uns helfen, mehr über die Übertragungsdynamik zwischen Nerzen sowie anderen Tieren und Menschen zu erfahren“, erklärt die US-Gesundheitsbehörde CDC. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass Tiere eine entscheidende Rolle bei der Übertragung des Virus auf den Mensch spielen würden. (rtr)

300.000 SchülerInnen in Quarantäne

Die Zahl der Schüler und Lehrer in Quarantäne steigt einem Medienbericht bundesweit erheblich an. Wie Bild unter Berufung auf den Deutschen Lehrerverband berichtet, sind aktuell mittlerweile mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Ende September waren es noch rund 50.000 gewesen.

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Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne gebe der Verband derzeit mit bis zu 30.000 an. Die Folge seien immer mehr Schulschließungen, sagte Meidinger dem Blatt. „Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown.“ Die Politik habe sich zurückgezogen, jetzt würden die Gesundheitsämter entscheiden. (rtr)

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