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live +++ Trump-Show in Davos geht weiter +++Merz sieht Trump auf „richtigem Weg“

In Davos lobt der Bundeskanzler Trumps vorläufige Einigung zu Grönland. Selenskyj zu Gespräch mit US-Präsident eingetroffen.

Auch in Davos: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums Foto: Markus Schreiber/AP/dpa

Industrie erleichtert nach Trumps Zollwende – „Entwarnung fehl am Platz“

10:51 Uhr: Die deutsche ‌Industrie hat erleichtert auf ⁠die von US-Präsident Donald Trump zurückgezogenen Zolldrohungen reagiert. Gleichzeitig verwiesen hochrangige Vertreter der Wirtschaft aber auf die anhaltende und für Unternehmen schädliche Unsicherheit im Handel. „Entwarnung ist fehl am Platz“, sagte der Präsident des Großhandel- und Exportverbandes BGA, Dirk Jandura, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Was Trump heute verkünde, könne morgen schon wieder Makulatur sein. „Verlässlichkeit ist im internationalen Handel keine Nebensache, sondern die ⁠zentrale Voraussetzung ‍für Investitionen und Wachstum. Genau diese Verlässlichkeit ist derzeit nicht gegeben – und sie kehrt ⁠durch ein kurzfristiges Einlenken nicht automatisch zurück.“ Die Unberechenbarkeit beschädige das Vertrauen in die Handelsbeziehungen nachhaltig und bleibe ein ernstes Risiko für die Weltwirtschaft. (rtr)

US-Gesandter: Erwägen zollfreie Importe aus der Ukraine

10:47 Uhr: Die USA könnten der Ukraine bei Zustimmung für einen Friedensplan im russischen Angriffskrieg erlauben, zollfrei in die USA zu exportieren. „Das könnte ein Gamechanger sein. Stellen Sie sich vor, wie die Industrie in großem Maßstab in dieses Gebiet umzieht“, sagte der US-Unterhändler Steve Witkoff bei einer Diskussionsveranstaltung beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz). Das wäre für das osteuropäische Land ein immenser Konkurrenzvorteil. „Denn Sie zahlen keine Zölle für Güter, die Sie in die Vereinigten Staaten senden“, fuhr Witkoff fort. (dpa)

Kehrtwende bei Strafzöllen treibt Autowerte

10:18 Uhr: Die Abwendung von US-Zöllen im Grönland-Streit hilft den Autowerten auf die Sprünge. Der europäische Branchenindex gewinnt in der Spitze 3,4 Prozent. Porsche, Continental, Mercedes-Benz und BMW rücken zwischen vier und 2,4 Prozent vor. Die Aktien von Volkswagen sind mit einem Plus von 5,5 Prozent Spitzenreiter im Dax – ⁠zusätzlich ‍gestützt werden die Papiere auch durch einen überraschend hohen Barmittelzufluss im Autogeschäft 2025. Trumps ⁠Äußerungen in Davos zu Grönland hätten die unmittelbaren Befürchtungen vor Strafzöllen gemildert, sagt Fabio Hoelscher, Analyst bei Warburg Research. (rtr)

Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum in Davos eingetroffen

10:37 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen mit US-Staatschef Donald Trump in Davos eingetroffen. Selenskyj soll beim Weltwirtschaftsforum in der Schweiz zudem eine Rede halten und an einer Podiumsdiskussion zur Ukraine teilnehmen. Am Rande des Forums ist auch ein Treffen mit Vertretern von Energieunternehmen geplant. Trump versucht, eine Vereinbarung zwischen Selenskyj und dem russischen Staatschef Wladimir Putin herbeizuführen, um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden. Am Mittwoch äußerte sich der Amerikaner sowohl frustriert über Putin als auch über Selenskyj. „Ich glaube, sie stehen jetzt an einem Punkt, wo sie zusammenkommen und ein Abkommen erzielen können“, sagte Trump. „Und wenn sie das nicht tun, sind sie blöd – das gilt für beide.“ (ap)

Merz: Trumps Kursänderung bei Grönland richtig

10:29 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Kursänderung von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland begrüßt. Damit habe Trump den „richtigen Weg“ eingeschlagen, sagte Merz am Donnerstag in einer auf Englisch gehaltenen Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Jede Drohung, europäisches Territorium mit Gewalt in Besitz zu nehmen, wäre „inakzeptabel“, erklärte Merz. Neue Zölle würden „zudem die Grundlagen der transatlantischen Beziehungen untergraben“. Merz sagte in seiner Rede, die US-Regierung habe ihre „vehement“ vorgetragenen Forderungen nach „mehr Einfluss in Grönland“ mit „Sicherheitsbedrohungen“ im hohen Norden begründet. „Wir begrüßen, dass die Vereinigten Staaten die von Russland ausgehende Bedrohung in der Arktis ernst nehmen“, sagte der Kanzler. Die „Sicherung des hohen Nordens“ durch die Nato sei „ein gemeinsames transatlantisches Interesse“. Deutschland setze sich „genau dafür ein“.

„Wir tun dies im Rahmen der Nato und werden unser Engagement noch ausweiten“, kündigte der Kanzler an. Die europäischen Nato-Mitglieder müssten in der Arktis „mehr tun“. „Unsere Nachbarn und Partner in Europa, einschließlich Dänemark und der Bevölkerung Grönlands, können auf unsere Solidarität zählen“, sagte Merz. „Wir werden Dänemark, Grönland und den Norden vor der Bedrohung durch Russland schützen.“ Dabei müssten aber die Prinzipien gewahrt werden, „auf denen die transatlantische Partnerschaft beruht: Souveränität und territoriale Integrität“, sagte Merz. Die Bundesregierung unterstütze Gespräche zwischen Dänemark, Grönland und den USA „auf der Grundlage dieser Prinzipien“. (afp)

Grönland-Streit: EVP-Chef Weber begrüßt Zeichen der Entspannung aus Davos

09:12 Uhr: Der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP) im EU-Parlament, Manfred Weber, hat die von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland verkündete vorläufige Einigung mit der Nato begrüßt. „Die Botschaften aus Davos sind sicher zunächst mal auf Entspannung angelegt, und das ist gut, dass wir keine Eskalation erleben“, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Es werde „keine Einverleibung“ Grönlands in die USA geben, wie Trump dies ursprünglich angekündigt habe. (afp)

Witkoff: Ukraine-Gespräche bis auf „ein einziges Problem“ weit fortgeschritten

08:46 Uhr: Die Gespräche zur Beendigung des Krieges in der Ukraine sind nach Angaben des US-Sondergesandten Steve Witkoff weit fortgeschritten. Es gebe nur noch „ein einziges Problem“ zwischen Kiew und Moskau, sagte Witkoff am Donnerstag bei einer ukrainischen Veranstaltung am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos und vor seiner Reise nach Russland. Details nannte er zunächst nicht. „Ich denke, wir haben es auf ein einziges Problem reduziert, und wir haben verschiedene Varianten dieses Problems diskutiert, was bedeutet, dass es lösbar ist“, sagte Witkoff. „Wenn also beide Seiten eine Lösung wollen, werden wir sie auch finden.“ (afp)

China: Sind keine Bedrohung für Grönland

08.41 Uhr: China hat die Darstellung der Nato als haltlos zurückgewiesen, dass die Volksrepublik eine Bedrohung für Grönland sei. „Die sogenannte chinesische Bedrohung“ sei unbegründet, sagt ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. China verwehre sich gegen grundlose Behauptungen und dagegen, als Vorwand für eigennützige Zwecke instrumentalisiert zu werden. Die Nato hatte mitgeteilt, Verhandlungen mit den USA über Grönland zielten darauf ab sicherzustellen, dass Russland und China auf der Insel nicht Fuß fassen könnten. (rtr)

Rutte: Trump steht weiter zur Ukraine

07.57 Uhr: Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist Sorgen vor einem nachlassenden Engagement der USA für die Ukraine entgegengetreten. Auf die Frage, ob US-Präsident Donald Trump zur Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine stehe, antwortet Rutte auf ⁠dem ‍Weltwirtschaftsforum in Davos: „Ja! Daran habe ich nie gezweifelt.“ Man müsse den ⁠Blick auf die Ukraine gerichtet halten und dürfe in dieser Frage nicht nachlassen, fügt Rutte hinzu. (rtr)

Klingbeil zu Trumps Grönland-Wende: Nicht zu früh freuen

06:34 Uhr: Vize-Kanzler Lars ⁠Klingbeil warnt vor zu großem Optimismus nach der angeblichen Beilegung des Streits mit US-Präsident Donald Trump um die Aneignung von Grönland. Nach dem „Hin und Her“ der vergangenen Tage müsse man zunächst abwarten, was substanziell zwischen Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte vereinbart worden sei, sagte der SPD-Chef am Mittwochabend im ZDF. „Es ⁠ist ‍gut, dass man im Dialog ist, aber ein bisschen abwarten muss man ⁠schon und zu früh freuen sollte man sich auch nicht.“ Er wolle die genauen Absprachen erst „schwarz auf weiß“ sehen.

Klingbeil führte die neuen Töne Trumps sowohl auf die geschlossene Haltung der Europäer als auch auf den wirtschaftlichen Druck in den USA zurück. In Gesprächen mit Investoren am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos habe er eine wachsende Unsicherheit bezüglich der Finanzstabilität in den ⁠USA wahrgenommen. „Da ist in den USA schon eine Nervosität entstanden“, sagte der Bundesfinanzminister. Es sei richtig gewesen, dass Europa solidarisch an der Seite Dänemarks gestanden und ⁠die staatliche Integrität betont habe. Man dürfe sich nun jedoch nicht zurücklehnen. Der Vorfall habe gezeigt, dass die EU ihre Hausaufgaben bei ‍Wettbewerbsfähigkeit und Verteidigung ⁠machen müsse. (rtr)

Erleichertung über Grönland-Einigung

05.32 Uhr: Dänemark und weitere EU-Länder reagierten erleichtert auf die Ankündigung Trumps zu Grönland. Der dänische Außenminister Lars Lökke Rasmussen lobte die „positiven Botschaften“ des US-Präsidenten. Der niederländische Regierungschef Dick Schoof nannte es im Onlinedienst X „positiv, dass wir nun auf dem Weg zu einer Deeskalation“ seien und zusätzliche Zölle vom Tisch seien. Ähnlich äußerte sich Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die Trump nahe steht.

In Grönland war die Reaktion indes verhaltener. „Die Nato hat in keinem Fall das Recht, ohne uns, Grönland, über irgendetwas zu verhandeln“, erklärte eine von zwei grönländischen Abgeordneten im dänischen Parlament, Aaja Chenmitz, in Onlinediensten. „Nichts über uns ohne uns“, fügte sie hinzu.

Die Händler an der New Yorker Wall Street reagierten erleichtert auf den entschärften Streit, die US-Börse macht deutliche Kursverluste vom Dienstag wieder mehr als wett. Der Dow Jones legte zeitweise um 1,21 Prozent zu, auch der Nasdaq und der S&P 500 drehten ins Plus. Trump hatte bereits bei früheren Zollstreitigkeiten mit den Europäern einen Rückzieher gemacht, nachdem es an der US-Börse deutliche Abschläge gegeben hatte. (rtr)

Vorläufige Einigung mit der Nato über die Arktis

05.32 Uhr: Nach wiederholten Drohungen im Streit um Grönland hat US-Präsident Donald Trump einen Rückzieher gemacht: Am Mittwoch gab er eine vorläufige Einigung mit der Nato über die Arktis bekannt. Er verzichte deshalb auf die für den 1. Februar angekündigten Strafzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder, erklärte der US-Präsident in seinem Onlinedienst Truth Social. Nato-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, Trump und er hätten Wege besprochen, wie die Nato die gesamte Arktis absichern könne. Dänemark und andere Staaten zeigten sich erleichtert, die US-Börse reagierte mit Kursgewinnen.

Die Klärung brachte ein Gespräch Trumps mit Rutte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Der US-Präsident schrieb danach in seinem Onlinedienst Truth Social, er habe mit Rutte einen „Rahmen für ein zukünftiges Abkommen“ zu Grönland und der gesamten Arktis vereinbart. „Diese Lösung wird, wenn sie zustande kommt, großartig sein für die Vereinigten Staaten von Amerika und alle Nato-Nationen“, betonte Trump. Auf dieser Grundlage werde er die „Zölle, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht verhängen“, schrieb der US-Präsident weiter.

Die Frage der Souveränität Grönlands kam bei seinem Gespräch mit Trump „nicht mehr auf“, wie Rutte dem US-Sender Fox News sagte. Der US-Präsident konzentriere sich vielmehr auf den Schutz der „riesigen arktischen Region“, sagte der Nato-Generalsekretär. Dort fänden Veränderungen statt, etwa verstärkte Aktivitäten Russlands und Chinas. Rutte lobte das Gespräch. „Ich denke es war ein sehr gutes Treffen“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP am Rande des Weltwirtschaftsforum in Davos. Es gebe jedoch „noch viel zu tun“, mahnte der Nato-Generalsekretär.

Unklar blieb vorerst, was die Vereinbarung zu Grönland genau umfasst. Trump sagte bei einem kurzen Auftritt vor Journalisten in Davos, sie bringe den USA „alles, was wir wollten“. Sie werde „unbegrenzt“ Wirkung haben und umfasse Bereiche wie militärische Sicherheit sowie Rohstoffe. Nach Angaben einer Nato-Sprecherin stehen die eigentlichen Gespräche allerdings noch aus. Demnach wollen die USA, Dänemark und Grönland nun darüber verhandeln, wie sich verhindern lässt, dass Russland und China auf der Arktisinsel „Fuß fassen“. Trump hatte in dem Konflikt argumentiert: „Wenn wir Grönland nicht nehmen, werden es Russland oder China tun, und das werde ich nicht zulassen.“

Trump zufolge soll es zudem weitere Gespräche über den geplanten US-Raketenschirm Golden Dome geben, soweit dieser Grönland betrifft. Damit habe er federführend Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und seinen Sonderbeauftragten Steve Witkoff betraut, schrieb er auf Truth Social. Die Grundsatzvereinbarung mit Rutte sieht jedoch „kein Geld“ vor, wie der US-Präsident in Davos klarstellte. (rtr)

Sondergipfel in Brüssel: EU berät über Beziehung zu den USA

01.39 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden an diesem Donnerstag (19.00 Uhr) trotz der wieder einkassierten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump zu ihrem geplanten Sondergipfel in Brüssel zusammenkommen. Aus dem Team von EU-Ratspräsident António Costa hieß es, man wolle wie vorgesehen über die jüngsten Entwicklungen in den transatlantischen Beziehungen und deren Auswirkungen auf die EU sprechen. Dazu gehöre weiterhin auch der Grönland-Konflikt. (dpa)

Ukraine verhandelt in Davos mit US-Gesandten und Blackrock

23.17 Uhr: Der ukrainische ⁠Chefunterhändler Rustem Umerow hat sich nach eigenen Angaben in Davos mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner getroffen. Bei dem Gespräch am Rande des Weltwirtschaftsforums sei es um Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau gegangen, teilt Umerow auf Telegram mit. Eine ukrainische Delegation habe zudem Vertreter des US-Finanzkonzerns Blackrock getroffen. (rtr)

Klingbeil sieht „keinen Bedarf“ für Trumps „Friedensrat“

22:48 Uhr: Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat den umstrittenen „Friedensrat“ von US-Präsident Donald Trump als nicht notwendig zurückgewiesen. Es gebe „keinen Bedarf an zusätzlichen internationalen Institutionen“, sagte der Vizekanzler am Mittwoch im „heute journal“ des ZDF. „Wir haben die Vereinten Nationen“, diese müssten gestärkt werden, statt weitere Gremien zu schaffen, fügte Klingbeil hinzu. „Wir setzen darauf, Europa zu stärken, die Vereinten Nationen zu stärken“, ergänzte der Bundesfinanzminister. Dies sei die Strategie der Bundesregierung. (afp)

Trump: Putin hat Einladung zu Friedensrat angenommen

22:20 Uhr: Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump hat Kremlchef Wladimir Putin die Einladung zu seinem umstrittenen „Friedensrat“ angenommen – Putin selbst erklärte allerdings kurz zuvor, der Kreml prüfe das Angebot noch. „Er wurde eingeladen, er hat zugesagt“, sagte Trump unter Verweis auf Putin am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos vor Journalisten. „Viele haben zugesagt“, fügte Trump hinzu. Darauf angesprochen, dass er auch nicht-demokratische Persönlichkeiten eingeladen habe, sagte Trump, einige seien „umstritten“, aber „wenn ich nur Babys in den Rat aufnehmen würde, wäre das nicht sehr viel“.

Putin seinerseits erklärte, Trumps Einladung zu „prüfen“. „Das russische Außenministerium wurde beauftragt, die uns übermittelten Dokumente zu prüfen und unsere strategischen Partner zu diesem Thema zu konsultieren“, erklärte der Kreml-Chef bei einer Regierungssitzung in Moskau. Putin dankte Trump für die Einladung, auf die Russland jedoch erst nach der Prüfung antworten werde. (afp)

Trump: Grönland-Übereinkunft wäre „für immer“

21.57 Uhr: US-Präsident Donald Trump sieht sich auf dem Weg zu einer dauerhaften Vereinbarung zu Grönland. In einem Interview des US-Senders CNBC bekräftigte er, dass es Grundzüge einer Übereinkunft gebe. Zugleich wollte Trump sich nicht zu Details äußern. Es sei „etwas komplex“, sagte Trump auf die Frage, ob es um Eigentum oder etwas anderes gehe. Die angedachte Vereinbarung sei aber „für immer“ ausgelegt. Dabei gehe es unter anderem um Sicherheitsfragen. (dpa)

Putin lässt Grönland kalt

21.40 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin will sich nicht in den Streit um Grönland einmischen. „Uns betrifft das sicher nicht“, sagte der Kremlchef bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Moskau. Die USA und Dänemark müssten das unter sich ausmachen. US-Präsident Donald Trump hat seine Ansprüche auf das zu Dänemark gehörende Grönland immer wieder auch mit einer angeblichen Bedrohung der Insel und der gesamten Arktisregion durch Russland oder China begründet.

Putin verwies zugleich darauf, dass Russland Erfahrung mit dem Verkauf von Arktisgebieten an die USA habe. 1863 hatte das Russische Imperium die Halbinsel Alaska für 7,2 Millionen Dollar verkauft. „Bei den heutigen Preisen unter Berücksichtigung der Inflation für die ganzen Jahrzehnte entspricht diese Summe etwa 158 Millionen Dollar“, sagte Putin. (dpa)

Grönländer erhalten Handbuch mit Tipps für Ernstfall

20:54 Uhr Die grönländische Regierung hat am Mittwoch ein Handbuch mit Ratschlägen für den Krisenfall veröffentlicht. In dem Ratgeber wird nicht direkt auf die Annexionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump Bezug genommen. Einwohnerinnen und Einwohner werden aber aufgefordert, genügend Vorräte zu Hause zu haben, um fünf Tage durchzukommen. Dazu gehören drei Liter Wasser pro Person, Konservendosen, Treibstoff und Medikamente.

„Wir sind gerade zum Supermarkt gegangen und haben Vorräte gekauft“, sagte Tony Jakobsen in Grönlands Hauptstadt Nuuk und zeigte Reportern der Nachrichtenagentur AP den Inhalt seiner Taschen, darunter Kerzen, Snacks und Toilettenpapier. Jakobsen sagte, er glaube nicht, dass der Konflikt über bloße Drohungen hinausgehe. „Aber es ist besser, vorbereitet zu sein als unvorbereitet.“ (ap)

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