+++ Corona News vom 13. Mai +++: Quarantäne-Station für Obdachlose

Zwei Monate nach Beginn der Beschränkungen öffnet Berlin die erste Einrichtung. Bund will Steuern nicht erhöhen. Nachrichten zum Coronavirus im Live-Ticker.

Ein obdachloser Mann sitzt in Frankfurt am Flughafen

Diesem wohnungslosen Mann in Frankfurt wird die Berliner Station nicht helfen Foto: Sebastian Kramer/dpa

Den Live-Ticker bearbeiten Klaudia Lagozinski und Anselm Denfeld.

Erste Quarantäne-Station für Obdachlose öffnet in Berlin

15.22 Uhr: Deutschlands erste Quarantäne-Station für mit dem Coronavirus infizierte Obdachlose soll Anfang kommender Woche in Berlin an den Start gehen. Dann könnten bis zu 16 positiv getestete Covid-19-Patient*innen, die sonst auf der Straße leben, versorgt werden, teilte die Berliner Stadtmission am Mittwoch mit, auf deren Gelände sich die Quarantänestation befindet. Betroffene ohne schwere Krankheitssymptome könnten sich in dem Gebäude zu häuslichen Bedingungen in Ruhe auskurieren. Ansteckungen Dritter würden somit vermieden und Krankenhäuser entlastet.

Für die Station und für eine ebenfalls auf dem Gelände befindliche rund-um-die-Uhr-geöffnete Obdachlosenunterkunft mit 110 Plätzen übernimmt das Land die Kosten von monatlich rund 205.000 Euro. Damit gibt es in Berlin drei Standorte mit Ganztagsangeboten für Obdachlose während der Corona-Krise mit insgesamt rund 400 Übernachtungsplätzen. (epd)

Bundesliga: Polizei bereitet sich auf Corona-Leugner vor

14.37 Uhr: Der Fußballbundesligist Borussia Dortmund (BVB), die Polizei und die Stadt Dortmund wappnen sich für das Revier-Derby gegen Schalke 04 am Samstag, das als Geisterspiel ausgetragen wird. Polizeipräsident Gregor Lange kündigte an, dass die Polizei am Stadion „mit starken Kräften vor Ort“ sein werde, um die Abstandsregelungen durchzusetzen. Die Polizei bereite sich aber auch darauf vor, dass Menschen, die die Gefahren einer Corona-Erkrankungen leugnen, in der Innenstadt zusammenkommen. Lange wie auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau und der BVB appellierten an die Vernunft der Fans, sich gemäß den Auflagen zu verhalten. (rtr)

Es ließe sich die dreifache Menge Arbeiter*innen ausbeuten

14.36 Uhr: Deutsche Landwirte können noch zehntausende weitere Saisonarbeitskräfte aus dem Ausland beschäftigen: Seit Anfang April seien rund 28.000 gemeldete Helfer aus dem Ausland nach Deutschland eingereist, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, CDU. Für die kommenden Tagen seien bei der Bundespolizei rund 5.500 weitere Saisonarbeiter angekündigt worden. Klöckner und Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU, hatten die Einreise von insgesamt 80.000 Erntehelfern im April und Mai per Flugzeug erlaubt.

Die Gründe seien vielfältig, warum das Kontingent noch nicht ausgeschöpft ist, sagte Klöckner. Dazu zählten die Arbeitnehmer aus Deutschland, die als Erntehelfer eingestiegen sind. Außerdem hätten ausländische Helfer wegen Grenzschließungen nicht mehr auf dem Landweg anreisen können. (afp)

EU-Kommission gibt Empfehlungen für Sommerurlaub

Gesundheitsarbeiter*innen demonstrieren vor der Downing Street

Londoner Krankenpfleger*innen protestieren vor der Downing Street Foto: Aaron Chown

13.49 Uhr: Die Europäische Kommission hat einen Plan für die Urlaubssaison vorgelegt. Im Zentrum steht die Empfehlung, zu beginnen, die Grenzen zwischen EU-Staaten mit ähnlichen Infektionsraten und vergleichbar starken Gesundheitssystemen wieder zu öffnen. So sollen die Sommerreisen der Bürger und die angeschlagene Tourismuswirtschaft gerettet werden. Touristen von außerhalb sollen aber bis mindestens 15. Juni nicht in die Europäische Union einreisen. Das letzte Wort zu Gesundheits- und Sicherheitsfragen haben aber die Mitgliedstaaten. (dpa)

Italien öffnet Schulen frühestens im Herbst

13.35 Uhr: In Italien öffnen die Schulen landesweit im September wieder. Das kündigt Bildungsministerin Lucia Azzolina während einer Anhörung im Parlament an. Ein früherer Start sei angesichts der gegenwärtigen Bedingungen zu unsicher. In Italien sind Schulen und Universitäten seit dem 5. März geschlossen. (rtr)

Großbritannien meldet 275 verstorbene Gesundheitsarbeiter*innen

13.28 Uhr: In Großbritannien sind nach Angaben von Premierminister Boris Johnson inzwischen 144 Mitarbeiter im Gesundheitswesen und 131 Sozialarbeiter im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Insgesamt hat das Vereinigte Königreich mehr als 40.000 Corona-Tote bestätigt – so viele wie kein anderes europäisches Land. (rtr)

„Keinerlei Erhöhungen von Abgaben und Steuern geplant“

13.25 Uhr: Die Bundesregierung plant nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel bisher zur Finanzierung der Coronakrise keine Steuererhöhung. „Stand heute sind keinerlei Erhöhungen von Abgaben und Steuern geplant“, sagte Merkel, CDU, am Mittwoch in Berlin im Bundestag. Es gehöre zu Politik, „dass wir zum jetzigen Zeitpunkt immer antworten, sonst wären wir ja Zukunftsvorherseher, und das maße ich mir nicht an“, fügte sie hinzu.

Merkel verwies mit Blick auf die Lage der Wirtschaft und Arbeitnehmer auf staatliche Hilfen wie Kurzarbeit, Liquiditätshilfen und die Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomen. (dpa)

Die Kanzlerin auf dem Weg ins Parlament

Die Kanzlerin am Morgen auf dem Weg ins Parlament Foto: Hannibal Hanschke/rtr

EU-Kommission positioniert sich gegen Gutschein-Zwang

12.50 Uhr: Die EU-Kommission will rechtlich gegen EU-Länder vorgehen, die in der Debatte um Gutscheine für ausgefallene Reisen gegen EU-Recht verstoßen, sagt die Vize-Präsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager. „Die europäischen Verbraucher haben das Recht auf eine Erstattung in bar, wenn sie das wollen.“ Gegen Staaten, die die Freiwilligkeit von Gutscheinen für ausgefallene Flüge oder Reisen aufgehoben hätten, werde man erste rechtliche Schritte einleiten. Es gebe zwar Liquiditätsprobleme bei vielen Reisefirmen. Aber man könne nicht die individuelle Lage der Verbraucher beurteilen, sagte Vestager. (rtr)

Polizei nach aufgelöster Demo in Cottbus angegriffen

12.27 Uhr: Nach einer erst genehmigten und dann durch die Polizei aufgelösten Kundgebung des rechten Vereins „Zukunft Heimat“ in Cottbus sind Polizisten tätlich angegriffen worden. Das teilte die Polizeidirektion Süd am Mittwoch mit. Die Beamten seien aus einer Gruppe von bis zu 50 Menschen heraus attackiert worden, so dass sie Pfefferspray einsetzten.

Bei insgesamt 63 Menschen wurden demnach Personalien festgestellt. Es gehe um Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung, sagte Polizeisprecherin Ines Filohn am Mittwoch. Versammlungsteilnehmer waren nach der Auflösung der Demonstration in größeren Gruppen durch die Innenstadt gezogen. Polizisten erteilten Platzverweise. Angemeldete Demonstrationen unter freiem Himmel mit bis zu 50 Teilnehmern sind in Brandenburg wieder erlaubt. (dpa)

Seehofer verteidigt Bundesligastart und freut sich darauf

12.19 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer verteidigt die Entscheidung, dass die Fußball-Bundesliga am kommenden Wochenende den Spielbetrieb in der Ersten und Zweiten Liga wieder aufnimmt. „Ich freue mich auch darauf, das muss ich ganz ehrlich sagen“, betont der auch für den Sport zuständige Minister in Berlin.

Flüge nach China könnten bald wieder möglich sein

12.15 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer sagt, eine generelle Aufhebung der internationalen Reisewarnung sei nicht in Sicht. Bis zum Ablauf der bestehenden Warnung am 15. Juni müsse entschieden werden, wie man mit einzelnen Regionen weiter umgehe, sagt Seehofer in Berlin. Angesichts des Infektionsgeschehens etwa in den USA oder in Russland sei freies Reisen in diese Länder derzeit nicht absehbar. Allerdings könne sich binnen vier Wochen auch viel ändern. Er könne sich aber vorstellen, dass nach Ablauf der internationalen Reisewarnung am 15. Juni Flüge in und aus sicheren Regionen Chinas wieder möglich seien. China sei ein sehr großes Land, da seien regionale Regelungen sinnvoll. (rtr)

Mäßige Ansteckungsrate: 661 Neuinfektionen in Spanien

12.06 Uhr: In Spanien steigt die Zahl der neu gemeldeten Infektionsfälle um 661 auf 228.691. Sie bleibt damit erneut unter der Marke von 1.000. Am Vortag hatte es mit 594 Ansteckungen die wenigsten Neuinfektionen seit mehr als zwei Monaten gegeben. Bei den Todesfällen verzeichnet das Gesundheitsministerium am Mittwoch einen Anstieg um 184 auf 27.104. (rtr)

Russland untersucht Brände von Beatmungsmaschinen

12.03 Uhr: Russland hat nach zwei Bränden in Corona-Kliniken und dem Tod von sechs Patienten die Nutzung seiner Beatmungsmaschinen namens „Awenta-M“ gestoppt. Ab sofort sei die Nutzung der seit dem 1. April hergestellten Geräte untersagt, teilte die Gesundheitsschutzbehörde Rossdrawnadsor mit. Als Grund nannte die staatliche Überwachungsstelle für das Gesundheitswesen einen Brand in einer Moskauer Klinik am 9. Mai und in einer St. Petersburger Klinik am 12. Mai. Insgesamt starben bei den Unglücken sechs Menschen.

Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass die Maschinen die Brände verursacht haben. Russland hatte Geräte dieses Typs auch an die USA als humanitäre Hilfe geliefert. Deren Nutzung sei nun von der Katastrophenschutzbehörde Fema untersagt worden. (dpa)

Verfassungsrichter Voßkuhle: Grundrechte nicht in Gefahr

11.42 Uhr: Der scheidende Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, sieht vor dem Hintergrund der jüngsten Proteste keine Gefahr für das Grundgesetz durch die Pandemie-Maßnahmen. „Die Grundrechte sind nicht dauerhaft in Gefahr“, sagt er der Zeit einem Vorabbericht zufolge. Die Gerichte arbeiteten trotz Homeoffice normal, manche Einschränkungen würden von ihnen aufgehoben, andere nicht. „Die Menschen werden ihre Freiheiten zurückbekommen, ohne Abstriche. Da bin ich sicher.“ (rtr)

Polen ändert nichts an harten Einreisebeschränkungen

11.10 Uhr: Polen behält seine strikten Einreisebeschränkungen bis zum 12. Juni bei. Das teilt das Innenministerium mit. Das EU-Mitglied hat seine Grenzen für Ausländer seit März geschlossen. Ausgewählte Grenzübergänge sind offen für polnische Staatsbürger, Diplomaten, Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und ausländische Lkw-Fahrer. (rtr)

Polnische Grenzpendler*innen protestierten an der deutschen Grenze

Polnische Grenzpendler*innen protestierten an der deutschen Grenze Foto: Marcin Bielecki/dpa

Bundesregierung beschließt Lockerung der Grenzkontrollen

11.09 Uhr: Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an vorsichtig gelockert werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin erfuhr, strebt das Bundesinnenministerium aber erst für den 15. Juni ein vollständiges Ende der Kontrollen an allen Grenzabschnitten an. (dpa)

Thailand meldet erstmals seit 60 Tagen keine Neuinfektion

10.55 Uhr: Thailand meldet erstmals seit zwei Monaten keinen neuen Coronavirus-Fall. „Wir können alle erleichtert sein, aber nicht selbstgefällig“, sagt ein Sprecher des Krisenzentrums der Regierung. Thailand verzeichnete am 13. Januar die erste Infektion mit dem neuartigen Virus außerhalb Chinas. Dabei handelte es sich um einen chinesischen Touristen. Seitdem haben die thailändischen Behörden 3.017 Ansteckungen und 56 Todesfälle registriert. Die Regierung erwägt, in der nächsten Woche Einkaufszentren wieder zu öffnen. (rtr)

Bauarbeiter*innen mit Gesichtsmasken

Thailand hatte im Januar den ersten Fall außerhalb Chinas Foto: Gemunu Amarasinghe/ap

Kommission will voll besetzte Flugzeuge nicht verbieten

10.26 Uhr: Die EU-Kommission will als Teil ihrer Empfehlungen für die Tourismusbranche zur schrittweisen Wiederaufnahme des Reiseverkehrs Fluggesellschaften nicht vorschreiben, in Passagierkabinen die mittleren Sitzplätze unbesetzt zu lassen. Das Tragen von Masken in Flugzeugen und in Flughäfen soll allerdings erforderlich sein. (rtr)

Tote bei Protesten gegen Corona-Restriktionen in Guinea

10.21 Uhr: Bei Protesten gegen Beschränkungen im Zusammenhang mit der Coronakrise hat es im westafrikanischen Guinea zahlreiche Tote gegeben. Mehrere Polizeistationen und Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Innenminister Brima Condé sprach im Fernsehen von einer „hohen Opferzahl“, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Er sicherte eine Bestrafung der Verantwortlichen zu. Guinea mit seinem unzureichenden Gesundheitssystem hat knapp 2.300 Covid-19-Fälle gemeldet und gilt als eines der am stärksten betroffenen afrikanischen Länder. (dpa)

Expert*innen: „Immense Schäden“ für Krebspatien*innen

9.57 Uhr: Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie warnt vor einem „immensen Schaden“ für Krebspatienten, die aus Angst vor einer möglichen Covid-19-Erkrankung nicht rechtzeitig zum Arzt gehen. Deutsche Kliniken beobachteten, dass PatientInnen erst in sehr fortgeschrittenen Tumorstadien kämen und die Zahl der in Tumorkonferenzen vorgestellten PatientInnen mit frühen Verläufen sinke. Diagnose und Therapie könnten sich deshalb verzögern. (rtr)

VW muss Produktion in Wolfsburg wieder drosseln

10.09 Uhr: Volkswagen fährt die Bänder wegen des Corona-bedingten Absatzeinbruchs gut zwei Wochen nach dem Wiederanlauf teilweise wieder herunter. Im Stammwerk in Wolfsburg soll an insgesamt vier Tagen im Mai nicht produziert werden, wie der VW-Personalmanager Arne Meiswinkel in einem im Intranet des Autobauers veröffentlichten Interview sagte. (rtr)

Neuer R-Wert des RKI: Keine Meldung ist auch eine Meldung

10.00 Uhr: Das Robert-Koch-Institut will eine neue bereinigte Reproduktionszahl einführen, die weniger stark von täglichen Schwankungen beeinflusst sein soll. taz-Journalist Malte Kreutzfeld würde Ihnen gern mehr dazu sagen – kann er aber nicht, weil das RKI sich bedeckt hält. (taz)

Schätzung: 11 Prozent weniger Fahrgäste im ÖPNV

9.00 Uhr: Die Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie haben den öffentlichen Personennahverkehr in Deutschland spürbar gebremst. Die Fahrgastzahlen bei Bus und Bahn seien im ersten Quartal nach Schätzungen wohl binnen Jahresfrist um rund 11 Prozent gesunken, teilt das Statistische Bundesamt mit. Die Deutsche Bahn spürt den heftigen Einbruch und hofft auf einen milliardenschweren Zuschuss des Bundes, um über die Krise hinwegzukommen. (rtr)

Norbert Röttgen warnt vor schnellen Grenzöffnungen

8.55 Uhr: Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen warnt davor, die EU-Binnengrenzen zu schnell wieder zu öffnen. Offene Grenzen seien für Europa zentral, aber Grenzöffnungen müssten sich nach dem Infektionsgeschehen der beteiligten Länder richten, zitiert der SWR den Kandidaten für den CDU-Vorsitz. Die Grenze zu Luxemburg könne womöglich früher öffnen, die zu Frankreich werde wohl erst Mitte Juni wieder geöffnet werden. Man müsse sicher sein, dass von zusätzlicher Mobilität keine zusätzliche Gefahr ausgehe. (rtr)

Österreich öffnet seine Grenze zu Deutschland Mitte Juni

8.31 Uhr: Die Grenzen zwischen Deutschland und Österreich werden laut Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger am 15. Juni wieder vollständig geöffnet. Auf diese Vorgehensweise hätten sich Kanzler Sebastian Kurz und Bundeskanzlerin Angela Merkel In einem Gespräch am Dienstag geeinigt, sagt die Ministerin. Bereits am Freitag soll es zu Erleichterungen im Grenzverkehr kommen. (rtr)

Schlange stehen statt Schengenfreiheit Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Coronavirus in UN-Camp im Südsudan nachgewiesen

8.18 Uhr: Zum ersten Mal ist in einem überfüllten UN-Lager zum Schutz der Zivilbevölkerung im Südsudan das neue Coronavirus nachgewiesen worden. Die beiden infizierten Menschen seien Südsudanesen und zwischen 20 und 30 Jahre alt, teilte das Gesundheitsministerium des nordafrikanischen Landes am Dienstag (Ortszeit) mit. Die Vereinten Nationen seien über die Fälle in dem Lager in der Hauptstadt Juba informiert, bestätigte Sprecherin Francesca Mold.

Ein Junge wäscht sich aus einem Eimer die Hände

Ein Waschplatz in Juba, Südsudan Foto: ap

Das Auftauchen der Fälle in dem Camp ist besorgniserregend. Der Südsudan gilt als eines der Länder, die am wenigsten auf die Ausbreitung des Virus vorbereitet sind. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen warnten, im Südsudan gebe es kaum mehr als Isolationszentren für erkrankte Menschen, sollte das Virus sich in den Camps ausbreiten. Das Gesundheitssystem des Landes bestehe praktisch nur aus den Angeboten der Hilfsorganisationen. Nach derzeitigem Stand sind 174 Infektionen im Südsudan nachgewiesen. In dem Lager in Juba leben fast 30.000 Menschen. In von den Vereinten Nationen betriebenen Lagern im ganzen Südsudan lebten Mitte April, mehr als ein Jahr nachdem ein Friedensabkommen den fünf Jahre andauernden Bürgerkrieg beendet hatte, mehr als 190.000 Zivilisten.

TUI rüstet sich für harten Sommer – 8.000 Jobs fallen weg

7.52 Uhr: TUI steht nach starken Verlusten im Winter vor einer extrem schwierigen Sommersaison 2020 und will mehrere tausend Jobs abbauen. Wegen der anhaltenden Unsicherheiten müsse man die Verwaltungskosten beim größten Reiseanbieter der Welt um 30 Prozent drücken, sagte Vorstandschef Fritz Joussen am Mittwoch zur Vorlage der Zahlen für das abgelaufene erste Geschäftshalbjahr in Hannover. „Weltweit wird das Auswirkungen auf rund 8.000 Stellen haben, die wir nicht besetzen oder abbauen“, kündigte der Manager an. (dpa)

Initiative fordert Schuldenerlass für arme Staaten

7.50 Uhr: Mehr als 300 Politiker aus zwei Dutzend Ländern fordern den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Weltbank auf, den ärmsten Ländern der Welt die Schulden zu erlassen. Die armen Staaten bräuchten jeden Cent, um sich um ihre Einwohner zu kümmern, statt die „untragbaren Schulden“ abzuzahlen, erklärt der US-Senator Bernie Sanders, einer der Wortführer der Initiative. Die Schulden zu streichen, sei „das Geringste, was man tun könne, um ein unvorstellbares Anwachsen von Armut, Hunger und Krankheiten zu verhindern“. (rtr)

Chinesische Stadt Jilin befürchtet neuen Virus-Ausbruch

7.05 Uhr: Die nordostchinesische Stadt Jilin verhängt neue Reiserestriktionen. „Es besteht das gewaltige Risiko, dass das Virus sich weiter ausbreiten wird“, begründen die Stadtbehörden die Maßnahme, die Einschränkungen im Passagierzugverkehr vorsieht. Zuvor hatte Jilin sechs neue Fälle gemeldet. Fünf davon konnten direkt zurückverfolgt werden zu einem Fall in dem nahe gelegenen Shulan, wo am Wochenende die Corona-Warnstufe wieder von „mittel“ auf „hoch“ heraufgesetzt werden musste. (rtr)

Neuinfektionen: China will alle Bewohner Wuhans testen

5.38 Uhr: Nach einer leichten Zunahme von Fällen in der zentralchinesischen Stadt Wuhan wollen die Behörden sämtliche 11 Millionen Einwohner auf das neuartige Virus testen. Die Maßnahme solle über einen Zeitraum von zehn Tagen erfolgen, berichteten lokale Medien am Dienstag. Ziel sei, womöglich infizierte Bewohner ausfindig zu machen.

Wuhan gilt als Ausgangspunkt der globalen Pandemie. Erst kürzlich wurden aus der Metropole sechs Neuinfektionen gemeldet. Zuletzt hob Wuhan eine 76 Tage dauernde Ausgangssperre auf. Doch warnen Behörden immer wieder vor der Gefahr einer möglichen zweiten Infektionswelle. (dpa)

798 Ansteckungen – Neuinfektionen sind leicht rückläufig

5.01 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt binnen 24 Stunden um 798 auf 171.306, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Damit sind die Neuinfektionen im Vergleich zu 933 am Vortag wieder leicht rückläufig. Es sind damit wieder mehr Menschen genesen, als sich angesteckt haben. Die Zahl der Todesopfer steigt nach offiziellen Angaben um 101 auf 7.634. (rtr)

Immense Nachfrage bei durchsichtigen Kunststoffplatten

4.45 Uhr: Durchsichtige Kunststoffplatten sind in der Coronakrise als Hygieneschutzmaßnahme stark gefragt. Der Branche beschere das eine beispiellose Auftragslage, sagte Joachim Wehmeyer vom Einkaufs-Verband Deutscher Kunststoffhändler (EVDK). Die Produktionskapazitäten der Industrie seien maximal ausgelastet.

Kunststoffplatten werden derzeit an vielen Orten eingebaut: in Restaurants und Cafés ebenso wie in Altersheimen, Schulen, Firmen und Geschäften. In den kommenden Monaten rechne man daher nicht mit einer Abnahme der Nachfrage, hieß es vom EVDK. Ein Grund für diese Einschätzung sei, dass sich Acrylglas nicht optimal für die Behandlung mit Desinfektionsmittel eigne, nach einiger Zeit Spannungsrisse zeige und darum vermutlich in ein paar Monaten ausgetauscht werden müsse. (dpa)

China meldet sieben Neuinfektionen

2.56 Uhr: Die chinesische Gesundheitsbehörden melden sieben neue Coronavirus-Fälle auf dem Festland, tags zuvor wurde nur eine Neuinfektion gemeldet. Sechs der neuen Fälle waren lokale Infektionen in der nordöstlichen Provinz Jilin. Der einzige importierte Fall sei in Schanghai aufgetreten, erklärt die Nationale Gesundheitskommission. (rtr)

Brasilien meldet höchste Toten- und Infektionszahlen bisher

1.11 Uhr: Das brasilianische Gesundheitsministerium bestätigt einen Rekordanstieg mit 9.258 neue Fällen und 881 Toten in den letzten 24 Stunden. Damit übersteigt die Zahl der Infizierten mit 177.589 die Zahl der Fälle in Deutschland. (rtr)

Israel: Mehr als 300 Festnahmen bei religiöser Versammlung

1.00 Uhr: Die Polizei in Israel hat mehr als 300 Teilnehmer einer Versammlung an einer religiösen Stätte festgenommen. Trotz der Ausgangsbeschränkungen habe sich am Dienstag eine große Menge am Berg Meron und an Polizeikontrollpunkten nahe dem Ort eingefunden, teilten die Behörden mit. Einige unter den Hunderten ultraorthodoxen Juden hätten „vor Ort Steine und andere Gegenstände auf Polizeibeamte geschleudert“.

Die Gläubigen begingen das Fest Lag Ba'omer, bei dem traditionell am Berg Meron Großversammlungen stattfinden. Es ist eine fröhliche Zusammenkunft mit Tanz und Feuerwerk. (ap)

Schätzung: US-Lockerung bedeutet rund 10.000 weitere Tote

0.56 Uhr: Die jüngste Hochrechnung des medizinischen Instituts IHME an der Universität in Washington geht davon aus, dass deutlich mehr Amerikaner an den Folgen des Sars-CoV-2-Virus gestorben sein werden als bislang angenommen. Eine überarbeitete Simulation sagt voraus, dass bis Anfang August mehr als 147.000 Amerikaner an Covid-19 sterben werden, rund 10.000 mehr als bei der letzten Prognose. Die Projektion müsse nach oben korrigiert werden, da Beschränkungen zunehmend gelockert würden, sagten die Forscher. (rtr)

Parlamentskreis der Union gegen Abwrackprämie

0.00 Uhr: Der Parlamentskreis Mittelstand (PKM) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion lehnt einem Medienbericht zufolge eine Abwrackprämie ab und fordert stattdessen eine bessere Unterstützung für Kleinunternehmen in der Krise. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf ein neues Strategiepapier, das der Vorstand des einflussreichen Parlamentskreises am Dienstag verabschiedet habe. „Die Bundesregierung sollte besser die Unternehmen zusätzlich unterstützen, welche weiter von staatlichen Auflagen betroffen sind“, sagte PKM-Chef Christian von Stetten, CDU, dem Blatt. Schausteller, Reisebüros, Busunternehmer, Veranstalter und das Gastgewerbe brauchten die Unterstützung dringender. (rtr)

Hier finden Sie die Live-Ticker der vergangenen Tage. Alle Texte der taz zum Thema finden sich in unserem Schwerpunkt Coronavirus.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte haben sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit soll der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie Anfang Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen: Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 5. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen sollen die Regeln gelockert werden: PatientInnen oder BewohnerInnen sollen wieder durch eine bestimmte Person besucht werden können.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport soll das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt sein. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga darf die Saison ab Mitte Mai mit Geisterspielen fortsetzen – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten. Was alles unter „Großveranstaltung“ fällt, wird noch geklärt.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios sollen die Ländern Lockerungen eigenständig verantworten.

■ Spielplätze sollen unter Auflagen wieder öffnen – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen werden wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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