Ebola im Kongo: Schon mehr als 5.000 Ebola-Tote im Kongo
Erst vor wenigen Tagen wurden aus dem Kongo mehr als 10.000 Ebola-Fälle gemeldet, auch die Zahl der Toten steigt. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Foto: Sebastien Kitsa Musayi/AP/dpa
dpa | In der Demokratischen Republik Kongo sind bereits mehr als 5.000 Menschen an Ebola gestorben. Wie die Gesundheitsbehörden des zentralafrikanischen Landes mitteilten, starben seit Mitte Mai 5.026 Menschen nachweislich an dem hochgefährlichen Fieber, die Zahl der an Ebola Erkrankten stieg auf 10.351. Derzeit werden 1.101 Menschen behandelt oder befinden sich in Isolation. 2.788 frühere Ebola-Patientinnen und Patienten gelten als genesen.
Die tatsächliche Zahl der Krankheitsfälle und Toten könnte sogar noch höher liegen, da Experten davon ausgehen, dass sich die Krankheit bereits vor der offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs am 15. Mai seit mindestens Februar unerkannt verbreitete.
Der auf den sogenannten Bundibugyo-Erreger zurückgehende Ausbruch zeigt einen besorgniserregend schnellen Anstieg. Derzeit gibt es auch Fälle in Kenia, die auf den Aufenthalt eines inzwischen verstorbenen Kenianers im Kongo zurückzuführen sind. Das westafrikanische Nigeria meldete am 20. Oktober den ersten Ebola-Fall. Die Ehefrau eines Schweizer Diplomaten war einige Tage nach einer mehrwöchigen Reise nach Uganda erkrankt. In Europa trat bislang ein Fall auf: Im Juni wurde ein Arzt nach einem Kriseneinsatz im Ostkongo in Frankreich positiv getestet und später genesen aus dem Krankenhaus entlassen.
Bisher kein Impfstoff für Bundibugyo-Erreger
Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus.
Der aktuelle Ausbruch ist auch deshalb besonders schwer einzudämmen, weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Zudem ist in der Anfangsphase einer Ansteckung mit dem Bundibugyo-Erreger leicht eine Verwechslung etwa mit einer Malaria-Erkrankung möglich. Das kann zu einer verspäteten Isolation und Behandlung der Patienten beitragen.
Seit Juli laufen allerdings klinische Versuche zur Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Zudem werden Versuchsreihen zu Impfstoffen durchgeführt. Dabei wurde bislang untersucht, ob der Ebola-Impfstoff Ervebo auch vor dem Bundibugyo-Typ schützt.
Ervebo ist bisher nur gegen die Ebola-Viruskrankheit – früher Zaire-Ebolavirus genannt – zugelassen und empfohlen.
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