Rüstungskonzern in München angegriffen: LKA vermutet Anschlag
Nach einer Brandattacke auf eine Münchner Baustelle vermuten Ermittler, dass ein Rüstungsunternehmen das Ziel war. Zwei Menschen wurden festgenommen.
Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
dpa/taz | Nach einer Brandattacke auf eine Baustelle in München vermutet das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) einen Anschlagsversuch gegen ein Unternehmen aus dem Rüstungsbereich. Es werde wegen eines politischen Hintergrunds ermittelt, sagte ein Sprecher des LKA. Deswegen habe das LKA die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Laut Bayerischem Rundfunk handelt es sich um den Technologiekonzern Rohde & Schwarz. Das Unternehmen habe den Polizei- und Feuerwehreinsatz bestätigt, halte sich aber mit weiteren Informationen zurück. Der Konzern ist unter anderem im Bereich Sicherheitstechnik und Kommunikation für Behörden und das Militär tätig.
Mehrere Brandsätze waren in der Nacht auf die Baustelle geworfen worden. Später nahmen Einsatzkräfte zwei Menschen an einer Tankstelle fest, wie ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums erklärte. Ob sie mit der Tat in Verbindung stehen, werde nun ermittelt. Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk berichtet.
Kein größerer Schaden entstanden
Mindestens einer der Brandsätze habe ein Feuer ausgelöst, das Polizisten löschten. Größerer Schaden sei nicht entstanden, sagte der Polizeisprecher. Ein weiterer Brandsatz musste von Spezialkräften entschärft werden.
Die Brandsätze sollen gegen Mitternacht aus einem Auto geworfen worden sein. Ein Zeuge beobachtete den Vorfall und alarmierte die Polizei. Nach der Fahndung wurden eine 28-Jährige und ein 38-Jähriger festgenommen.
Bereits 2021 griffen Unbekannte Stromleitungen in der Nähe des Technologiekonzerns Rohde und Schwarz an. Damals waren 20.000 Haushalte ohne Strom. Ein Bekennerschreiben tauchte kurze Zeit später auf Indymedia auf. Primäres Ziel sei das Rüstungsunternehmen gewesen, hieß es in dem Schreiben.
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