Das Evangelium nach Donald Trump: Selig sind die Größenwahnsinnigen
Der Papst ist ein Schwächling. Da hat Trump völlig recht. Und auch sonst war diese Woche viel los zwischen Potus Maximus und Pontifex Marxismus.
D er Papst ist ein Schwächling. Da hat US-Präsident Donald Trump völlig recht. Und was bildet sich dieser Pontifex Marxismus überhaupt ein, das Ende des Irankriegs zu fordern und zu warnen vor „Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden“. Leo war gerade auf Staatsbesuch in Monaco. Soll dieser Vatikan-Ajatollah doch noch San Marino, Andorra und Liechtenstein ins Boot holen und mit den „Vereinigten Kleinstaaten“ die USA angreifen. Dann zeigt Trump ihm, wo das Weihrauchfass hängt. Bam, Alter!
Empfohlener externer Inhalt
Doch dieser Frechdachs in Weiß legt noch nach und sagt ernsthaft, dass er keine Angst hat vor Trump und dass er sich auch zukünftig nicht scheuen wird, die Botschaft des Evangeliums zu verkünden: „Selig sind die Friedfertigen.“ Reine Provokation ist das! Gerade wurde bekannt, dass das US-Kriegsministerium den Vatikanbotschafter einbestellt hat wegen Leos Gequatsche. Gut, dass Trumps Generäle mal Klartext geredet und gedroht haben, den Papst wieder nach Avignon zu vertreiben. Mittelalterstyle. Chopped, Digga!
Trotz Warnung tingelt der Kerl jetzt durch alle möglichen Shithole-Countries und redet in Algerien mit Muselmanen und über „Ungerechtigkeit“ in Kamerun, Angola und Äquatorialguinea. Zu allem Überfluss hat Leo dann jetzt noch einen Afrikaversteher zum Vatikanbotschafter in Deutschland ernannt. Hubertus Matheus Maria van Megen will erst mal zuhören und dann „Mediator und Brückenbauer“ sein. Auch so ein Schwächling. Lame!
Empfohlener externer Inhalt
Der einzige Erlöser mit Mumm ist Donald Trump, das zeigt ein wunderschönes KI-Bild, das der Potus Maximus gepostet hat. Zu sehen sind Kampfjets und Weißkopfseeadler und Stars und Stripes und ein Donald Christ mit heilenden Händen. Schade, dass Trump das Bild wieder gelöscht hat. Und völlig unnötig. Denn während einzelne Evangelikale wegen „Blasphemie“ grummelten, hatte Oberpastorin Paula White doch schon an Ostern klargestellt, dass Trump betrogen, verhaftet und fälschlicherweise angeklagt wurde, und dass alles, was er mit seinen Händen berührt, siegreich ist. Wie bei Jesus. Aus und amen!
Und überhaupt, immer diese Kritik. Die Linken können sich doch auch einfach mal freuen. Über weniger Ölverbrauch zum Beispiel. Da heißt es immer, Donald Trump tue nichts gegen die Klimaerhitzung. Und wenn er was tut, was GROSSES tut, ist es auch wieder nicht recht. Dabei soll ihm die Letzte Generation die Blockade der Straße von Hormus erst mal nachmachen.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert