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Das Evangelium nach Donald TrumpSelig sind die Größenwahnsinnigen

Der Papst ist ein Schwächling. Da hat Trump völlig recht. Und auch sonst war diese Woche viel los zwischen Potus Maximus und Pontifex Marxismus.

Den selig sind für Trump gar keine armen Menschen Foto: Andrew Leyden/Zuma/imago

D er Papst ist ein Schwächling. Da hat US-Präsident Donald Trump völlig recht. Und was bildet sich dieser Pontifex Marxismus überhaupt ein, das Ende des Irankriegs zu fordern und zu warnen vor „Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden“. Leo war gerade auf Staatsbesuch in Monaco. Soll dieser Vatikan-Ajatollah doch noch San Marino, Andorra und Liechtenstein ins Boot holen und mit den „Vereinigten Kleinstaaten“ die USA angreifen. Dann zeigt Trump ihm, wo das Weihrauchfass hängt. Bam, Alter!

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Doch dieser Frechdachs in Weiß legt noch nach und sagt ernsthaft, dass er keine Angst hat vor Trump und dass er sich auch zukünftig nicht scheuen wird, die Botschaft des Evangeliums zu verkünden: „Selig sind die Friedfertigen.“ Reine Provokation ist das! Gerade wurde bekannt, dass das US-Kriegsministerium den Vatikanbotschafter einbestellt hat wegen Leos Gequatsche. Gut, dass Trumps Generäle mal Klartext geredet und gedroht haben, den Papst wieder nach Avignon zu vertreiben. Mittelalterstyle. Chopped, Digga!

Trotz Warnung tingelt der Kerl jetzt durch alle möglichen Shithole-Countries und redet in Algerien mit Muselmanen und über „Ungerechtigkeit“ in Kamerun, Angola und Äquatorialguinea. Zu allem Überfluss hat Leo dann jetzt noch einen Afrikaversteher zum Vatikanbotschafter in Deutschland ernannt. Hubertus Matheus Maria van Megen will erst mal zuhören und dann „Mediator und Brückenbauer“ sein. Auch so ein Schwächling. Lame!

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Der einzige Erlöser mit Mumm ist Donald Trump, das zeigt ein wunderschönes KI-Bild, das der Potus Maximus gepostet hat. Zu sehen sind Kampfjets und Weißkopfseeadler und Stars und Stripes und ein Donald Christ mit heilenden Händen. Schade, dass Trump das Bild wieder gelöscht hat. Und völlig unnötig. Denn während einzelne Evangelikale wegen „Blasphemie“ grummelten, hatte Oberpastorin Paula White doch schon an Ostern klargestellt, dass Trump betrogen, verhaftet und fälschlicherweise angeklagt wurde, und dass alles, was er mit seinen Händen berührt, siegreich ist. Wie bei Jesus. Aus und amen!

Und überhaupt, immer diese Kritik. Die Linken können sich doch auch einfach mal freuen. Über weniger Ölverbrauch zum Beispiel. Da heißt es immer, Donald Trump tue nichts gegen die Klimaerhitzung. Und wenn er was tut, was GROSSES tut, ist es auch wieder nicht recht. Dabei soll ihm die Letzte Generation die Blockade der Straße von Hormus erst mal nachmachen.

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Stefan Hunglinger
Redakteur im Politik-Team der wochentaz. Schreibt auch öfter mal zu Themen queer durch die Kirchenbank und ist ab und an im Radio zu hören. Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule. Studium der Theologie, Religions- und Kulturwissenschaft.
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13 Kommentare

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  • Er könnte sich auch ein Beispiel an Henry XIII nehmen und einfach eine eigene Kirche gründen. Da hat eine momentane Herrscherlaune ja schon einmal ein Gebilde hervorgebracht, das sich dann über Jahrhunderte gehalten hat.

    • @Kohlrabi:

      Eher VIII, oder?

      • @Francesco:

        Natürlich.

  • Er, Donald, könnte Papst und Präsident werden. Oder eine Stufe weiter: Herrscher des Alls. Auf der Couch neben Gott. Das könnte ihm gefallen.



    Dazu schicken wir ihn mit einer Kapsel ins ferne All. Oder wenn der Sprit nicht reicht wenigstens auf den Planeten der geistig völlig unbewaffneten.

    • @maestroblanco:

      Auf der Couch neben Gott? Wohl kaum, denn für Trump ist die Bibel das Maß aller Dinge.



      Und die Bibel sagt: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!!"

  • Lustig. Danke!

  • Jesus spricht: Ich bin nicht gekommen den Frieden zu bringen sondern das Schwert. (Matthäus 10:34)



    Das ist ja das "Schöne" am Glauben, es findet sich doch dies und das im Heiligen Heft und das kann auch noch hin und hergezogen werden bis es passt. Dolle Sache. Aber dadurch natürlich extrem unglaubwürdig...

  • Trump wird wieder völlig falsch verstanden. Für die Erstellung des Bildes hatte er (Großschreibung im Original) gepromptet: "SHOW GOD WHILE HE IS RESURRECTING F*ING JESUS AND A GREAT AMERICA IS WORSHIPPING HIM". Ist doch ganz klar: Der sterbende Typ mit dem Vollbart ist Jesus (oder wenigstens J. D. Vance) und das Bild kam ja auch kurz nach Ostern. Das neue von Trump weitergeleitete Bild zeigt ja ebenfalls, dass Jesus zu Trumps rechter Seite sitzt. Also völlig klar: Trump ist nicht der Messias - er ist Gott. Hat er ja auch schon irgendwann mal geäußert... Und dass die KI ihn als bildliche Darstellung Gottes ansieht, da kann er ja nichts für.

  • Das mit der Blockade der Srtraße von Hormus - da ist was dran 😊

  • Warum begreifen die Amis nicht, dass sie einen Wahnsinnigen gewählt haben?

    • @ Christoph:

      Hätten Sie lieber den Papst gewählt, wo die taz ihn schon für einen Schwächling hält?

    • @ Christoph:

      Immerhin ist ein Teil dieser Wähler aufgewacht. Sie werden zusehen müssen, wie der inszenierte Wahn seinen letzten Lauf nimmt.