: USA werfen Munition für Rebellen ab
SYRIEN Die radikale Nusra-Front droht Russland und setzt ein Kopfgeld auf Präsident Assad aus
Das Vorgehen folgt der neuen US-Linie im Kampf gegen den IS in Syrien. So hatte die Regierung von Präsident Barack Obama in der vergangenen Woche verkündet, Bemühungen um den Aufbau einer neuen syrischen Rebelleneinheit einzustellen. Stattdessen würden bestehende Rebellengruppen mit Ausrüstung – darunter Munition – versorgt, die auch das Ziel der USA verfolgen, den IS zu bekämpfen.
Ein kurdischer Beamter aus Kobani in Nordsyrien sagte, die USA hätten der wichtigsten Kurdenmiliz – der mit der PKK verbundenen Volksverteidigungseinheit YPG – 120 Tonnen Waffen und Munition zur Verfügung gestellt. Er wisse aber nicht, ob die Ausrüstung auf dem Land- oder Luftweg angekommen sei, fügte Mustafa Bali hinzu.
Doch das für die Anti-IS-Koalition zuständige US-Militärhauptquartier dementierte diese Angaben. In der vergangenen Woche seien syrische Kurden nicht direkt mit Waffen oder Munition beliefert worden, teilte es in einer E-Mail mit.
In der syrischen Hauptstadt Damaskus wurde die russische Botschaft am Dienstag von zwei Raketen getroffen, als vor dem Gebäude eine Kundgebung stattfand, deren Teilnehmer Russland für die Luftangriffe auf Gegner von Präsident Baschar al-Assad dankten. Die radikale Nusra-Front rief unterdessen Dschihadisten im Kaukasus zu Racheaktionen gegen Russland auf und setzte für die Tötung von Assad ein Kopfgeld in Höhe von drei Millionen Euro aus.
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