piwik no script img

Berlin gegen Einheitssold

Senat beschließt Bundesratsinitiative: Länder sollen je nach Etatlage Beamten bis zu 10 Prozent weniger zahlen

BERLIN rtr ■ Der Berliner Senat hat gestern eine Bundesratsinitiative beschlossen, um den Bundesländern bei der Beamtenbesoldung künftig Einschnitte von bis zu zehn Prozent zu erlauben. Dies teilte die Senatskanzlei mit. Damit soll das Beamtenbesoldungsgesetz des Bundes geändert werden. Den Ländern soll freigestellt werden, je nach ihrer Haushaltslage die Öffnungsklausel bei Erhöhungen der bisher bundeseinheitlich geregelten Beamtenbezüge zu beschließen. 90 Prozent des Sockelgehalts sollen danach unverändert bleiben.

Der Deutsche Richterbund hat sich gegen den Ausstieg der Länder aus der bundeseinheitlichen Beamtenbesoldung gewandt. Der Richterbund warnte davor, die geplante Öffnungsklausel auch auf Richter und Staatsanwälte auszuweiten. Diese gehörten schon heute im europäischen Vergleich zu den Schlusslichtern bei der Besoldung.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen