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specht der wocheMan sollte nicht mit der AfD zusammenarbeiten

Christian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungs-möglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe. Wenn er möchte, zeichnet er uns den „Specht der Woche“.

Diese Woche hab ich ein Bild zum Debakel in Sachsen-Anhalt gemalt. Da wollte die CDU gemeinsame Sache mit der AfD machen, damit der Rundfunk nicht erhöht wird. Dabei sollte man nie mit der AfD zusammen arbeiten. Und jetzt gibt es wegen Sachsen-Anhalt keine Erhöhung des Beitrags im Januar um 86 Cent.

Ich kann verstehen, dass viele Leute es doof finden, wenn sie noch mehr Geld zahlen sollen. Doch ich finde es wichtig, dass es die Fernseh- und Radiosender weiter gibt. Denn man kann sich da gut informieren, aber auch unterhalten lassen. Ich mag zum Beispiel die Auftritte von Helene Fischer.

Und ansonsten gucke ich eigentlich jeden Abend die rbb-Abendschau und habe dann immer einen guten Überblick, was gerade so los ist in Berlin und Brandenburg. Und auch im Radio höre ich manchmal öffentlich-rechtliche Angebote wie zum Beispiel Fritz. Wäre doch sehr schade, wenn es das irgendwann alles nicht mehr geben könnte.

Außerdem habe ich gehört, dass wenn der Rundfunk nicht erhöht wird, dass dann noch mehr Leute entlassen werden müssen. Aber gerade in der Coronakrise ist es wichtig, dasss die Leute nicht arbeitslos werden. Protokoll: Carolina Schwarz

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen